Surface: Holpriger Start für Microsofts 'PC-Revolution'

Hardware Microsoft präsentierte mit "Surface" vor einiger Zeit eine Art Multimedia-Tisch, der dank Infrarotkameras und der dadurch gegebenen Multitouch-Fähigkeit neue Bedienmöglichkeiten erschließen soll. Das Unternehmen bezeichnete die Technik als "Revolution" des PCs. Dieser Anspruch geht auf die einfache Bedienbarkeit der Geräte zurück, die sich wie ein großer Touchscreen verhalten, aber mit mehreren Fingern gleichzeitig gesteuert werden können. Nun stellt sich heraus, dass der Weg zur "Revolution" des PCs etwas holpriger wird als erwartet.

Eigentlich sollten schon in diesem Monat die ersten Geräte an einige wenige Kunden ausgeliefert werden. Nun soll es allerdings noch bis zum Frühjahr 2008 dauern, bis die ersten "Surface"-Tische in Hotels, Casinos und T-Mobile Handyläden Einzug halten werden.


Hintergrund sind aber nicht etwa Probleme mit der Hardware. Stattdessen ist es offenbar schwieriger als gedacht, die Software hinter dem System an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden anzupassen. Es gebe letztenendes dann doch keine Lösung, die für alle Kunden einfach nur funktioniert, so Microsoft gegenüber Cnet.

Ganz offensichtlich muss die Software für das Verhalten der jeweiligen Nutzer angepasst werden. Ein potenzieller Handy-Käufer hat also offenbar andere Bedürfnisse als ein Hotelgast oder Casino-Zocker. Dennoch gibt sich Microsoft sehr zuversichtlich, was den Erfolg von "Surface" auf lange Sicht angeht.

Das Unternehmen will nach der Vorstellung des "Surface"-Konzepts im Mai bereits über 2000 Anfragen von Firmen aus 50 Ländern erhalten haben. Insgesamt seien Anfragen aus 25 verschiedenen Branchen eingegangen, heißt es. Dementsprechend will man nun versuchen, die Technologie für die Verwendung in vielerlei Bereichen anzupassen.

Microsoft "Surface" Computing (Pixelsense)Microsoft "Surface" Computing (Pixelsense)Microsoft "Surface" Computing (Pixelsense)Microsoft "Surface" Computing (Pixelsense)

Anfangs bleibt "Surface" zumindest für Privatkunden unerschwinglich - die Geräte kosten 5000 bis 10000 US-Dollar. In den kommenden drei bis fünf Jahren soll die Technik jedoch auch für Otto Normalverbraucher bezahlbar werden. Dann will man die Technologie auch aus dem etwas klobigen Gehäuse eines Multimedia-Tischs befreien.

Unter anderem wäre dann auch eine Integration in Wand-Displays, Whiteboards oder Spiegel denkbar, so Microsoft. Unterdessen wollen asiatische Forscher Microsoft mit einem ähnlichen System Konkurrenz machen, das dank einfacherer Technik schon heute wesentlich günstiger zu haben sein soll (wir berichteten).
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