USA: Betrüger stahl persönliche Daten via Filesharing

Internet & Webdienste Dass man sich beim Download von Dateien aus Filesharing-Netzwerken auch mal den einen oder anderen Virus einfangen kann, dürfte hinreichend bekannt sein. Dass Filesharing-Netze aber auch von Internetkriminellen zum Diebstahl persönlicher Daten der Nutzer verwendet werden, ist ein wenig bekanntes Phänomen. In den USA muss sich nun ein Mann vor Gericht verantworten, der sich über Filesharing-Programme Zugriff auf die Festplatten anderer Nutzer verschafft hat, um an deren vertrauliche Daten zu gelangen. Er nutzte unter anderem die Software LimeWire und stahl Steuer- und Kreditabrechnungen, Bankpapiere und in einigen Fällen auch Informationen für die Bewerbung um staatliche Unterstützung beim Studium.

Die Papiere und Daten nutzte er dann, um Kreditkartenkonten einzurichten, über die er diverse Einkäufe bei ausgedehnten Online-Shoppingtouren abrechnen ließ. Die Waren verkaufte er dann weiter und konnte so insgesamt über 73.000 US-Dollar einstreichen. Es soll über 50 Geschädigte geben. Nach Angaben des US-Justizministeriums ist es das erste Verfahren, bei dem es um den Diebstahl persönlicher Daten über Filesharing-Netze geht.

Der 35-Jährige wurde bereits im September verhaftet. Er bekannte sich am Montag schuldig, betrügerisch gehandelt und sich in mindestens einem Fall unautorisierten Zugriff auf einen Computer verschafft zu haben. Im droht nun unter anderem eine Strafe von bis zu 20 Jahren Gefängnis. Außerdem könnte er zu einer Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar verurteilt werden.
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