Windows "7": Microsoft plant die drahtlose Zukunft

Windows 7 Microsoft arbeitet derzeit am Service Pack 1 für sein aktuelles Betriebssystem Windows Vista. Das heißt aber keineswegs, dass die Planung für dessen Nachfolger, der derzeit den Codenamen "7" bzw. "Seven" trägt, nicht ebenfalls schon längst begonnen hat. Bisher ist nur wenig bekannt, was den Funktionsumfang des Vista-Nachfolgers angeht. Verschiedene Microsoft-Mitarbeiter ließen jedoch bereits durchblicken, dass man stark auf Virtualisierungstechnologien setzen wird.

Nun ist zumindest ein Detail an die Öffentlichkeit gedrungen, das zeigt, welche große Rolle die Virtualisierung bei Windows "7" spielen wird. Der Blogger Long Zheng stieß am Wochenende auf eine Stellenanzeige von Microsoft, in der Mitarbeiter für die Entwicklung des nächsten Windows gesucht werden.

Die Anzeige gibt einen ersten Hinweis darauf, wie Microsoft Virtualisierungstechnologien zur Erweiterung des Funktionsumfangs von Windows nutzen will. Das Unternehmen will den darin enthaltenen Angaben zufolge dafür sorgen, dass Windows-PCs und andere Geräte auf neuen Wegen über drahtlose Netzwerke verständigen können.

Der gesuchte Netzwerkspezialist soll zum Windows Networking Ecosystem Technologies Team stoßen und verschiedene Szenarien für die Nutzung von Virtualisierungslösungen bei drahtlosen Netzwerken entwickeln, die mehrere gleichzeitige Verbindungen ermöglichen.

Unter anderem soll es dabei um Mesh-Networks gehen, also den Zusammenschluss mehrerer Windows-Systeme mit Hilfe von Wireless-Technologien zu einem großen Netz. Auf diese Weise sollen die Kosten für die Einrichtung und Unterhaltung von Drahtlos-Netzen reduziert werden.

Dahinter steckt wahrscheinlich die Idee, dass man auf einen Teil der Netzwerkinfrastruktur verzichten könnte, wenn jeder PC selbst zu einem Access-Point bzw. Router wird. Der neue Mitarbeiter soll dazu auch mit neuen oder geplanten Standards wie IEEE 802.11s, 802.11k, 802.11r, 802.11w arbeiten.

Auch eine weitere interessante Möglichkeit für die Vernetzung von Computern und anderen Geräten ergibt sich aus der Nutzung von Virtualisierungstechnologien. Durch ihre Verwendung will Microsoft den Angaben zufolge dafür sorgen, dass man mit ein und derselben Netzwerkkarte Kontakt zu mehreren WLANs aufnehmen kann.

Der Anwender wäre also künftig in der Lage, die Bandbreite mehrere WLANs gleichzeitig zu nutzen, oder Anfragen gleichmäßig oder nach Wunsch zu verteilen. Außerdem wäre denkbar, dass man die Barrieren aktueller Ad-Hoc-Netze überwindet, da nicht mehr nur eine einzige Verbindung zu einem einzigen Gerät möglich ist.

Zheng nennt als einen der Nutzungsbereiche den schnellen Aufbau von WLANs mit Internetverbindung. Da jeder Rechner in der Lage wäre, mehrere Verbindungen mit nur einer WLAN-Karte zu nutzen, könnten so problemlos riesige drahtlose Netzwerke eingerichtet werden, die auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte abdecken und mit einem Zugang zum Internet versorgen, mutmaßt er.

Die Forschungsabteilung von Microsoft arbeitet seit längerem ebenfalls an einer Software, mit der über eine WLAN-Karte Kontakt zu einer Vielzahl von Netzwerken aufgebaut werden kann. Ausführliche Informationen zu dem VirtualWiFi genannten Projekt finden sich bei Microsoft Research.

WinFuture Magazin: Windows Codename "7" - Was bisher bekannt ist
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