Vista: Microsoft erklärt Gründe für Sound-Aussetzer

Windows Vista Gerade Musik- und Spielefans klagen schon seit der Markteinführung von Microsofts jüngstem Desktop-Betriebssystem über sporadisch auftretende Aussetzer bei der Tonausgabe. Microsoft hatte sich schon einmal zu dem Thema geäußert, nun erklärte einer der zuständigen Entwickler die Gründe für die teilweise nervigen Aussetzer ausführlich. Scott Ball, Program Manager for Sound in Windows Vista bei Microsoft, erklärte, dass die Tonaussetzer selbst bei High-End-Systemen auftreten können. Als Grund nannte er die Komplexität von Windows Vista. Windows sei schließlich nicht nur für die Musik- und Tonwiedergabe bestimmt, wie es bei einem eigenständigen CD-Player der Fall wäre, so Ball.

Die Nutzer würden Windows häufig für eine Vielzahl von Aufgaben gleichzeitig nutzen, wodurch die Kombination zahlloser Dienste dazu führen kann, dass eben Aussetzer bei der Tonausgabe auftreten, wenn gleichzeitig mehrere Programme auf die entsprechenden Komponenten zugreifen wollen. Irgendwann seien die zur Verfügung stehenden Systemressourcen ausgeben, erklärte Ball weiter.

Als Beispiele für die Aussetzer führte Ball eine Reihe von Beschreibungen an, die von Anwendern häufig genannt werden. Seinen Angaben zufolge können sich die Fehler in Form von lautem Knacken oder auch kurzer Stillephasen äußern. Auch eine Art Rauschen oder Sprünge seien durchaus keine Seltenheit.

Die Fehler treten laut Ball auf, weil Windows bei der Tonausgabe ständig dafür sorgen muss, dass im Abstand weniger Millisekunden bestimmte Berechnungen erfolgen können. Auch würden die Tondaten von der Quelle bis zur Ausgabe über die Lautsprecher immer eine ganze Reihe von Stationen durchlaufen. Treten nun an einer der Zwischenstationen Verzögerungen auf, zum Beispiel weil ein anderes Programm gerade deren Ressourcen nutzt, kann dies dazu führen, dass der Ton kurz stockt oder andere Ausgabefehler auftreten.

Die Fehler können Ball zufolge bei allen Betriebssystemen auftreten. In den vergangenen Jahren habe man bereits große Fortschritte bei der Optimierung der nötigen Prozesse gemacht, doch durch die Vielzahl verschiedener Hardware-Konfigurationen sollen noch nicht alle möglichen Störungsquellen beseitigt sein, heißt es. Oft würden auch ältere Treiber eine Rolle spielen, die die CPU kurzfristig voll für sich beanspruchen, was die oben erwähnten Verzögerungen nach sich ziehen kann.

Zusammenfassend nannte er Probleme wie mangelnde CPU- oder GPU-Leistung, Knappheit von Systemressourcen, Netzwerkgeräte und Fehler in Programmen, Treibern, Hardwarekomponenten und dem Betriebssystem selbst als möglich Ursachen für Sound-Aussetzer. Die Fehler würden zudem eher auffallen als Probleme bei der Videowiedergabe, da das menschliche Gehirn praktisch auf ihre Wahrnehmung trainiert ist.

Microsofts Sound-Spezialist gab weiterhin an, dass man bei Windows Vista diverse Versuche unternommen habe, um die Tonaussetzer möglichst selten zu machen. Über diese Maßnahmen will er in Kürze erneut informieren. Dann will er auch auf Berichte eingehen, wonach die Wiedergabe von Multimedia-Inhalte Auswirkungen auf den Datentransfer über Netzwerke haben kann.

Bis dahin bleibt den von Störungen bei der Soundausgabe geplagten Anwendern oft nur die Möglichkeit, die Auslastung ihres Rechners durch das Schließen nicht benötigter Programme zu reduzieren. Auch eine Erhöhung der Prozesspriorität der jeweiligen Multimedia-Software kann unter Umständen dafür sorgen, dass die Fehler verschwinden.

Weitere Informationen: Offizielles Windows Vista Blog (englisch)
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