"100-Dollar-Laptop" trotz Verspätung bald bestellbar

Hardware Das Massachussetts Institute of Technology (M.I.T.) hat mit dem so genannten "100-Dollar-Laptop" einen Computer für Schüler in Entwicklungsländern entwickelt, der es ihnen ermöglichen soll, Teil der weltweiten Informationsgesellschaft zu werden. Das "XO" getaufte Gerät soll auch in der westlichen Welt auf den Markt kommen.

Das Projekt musste immer wieder Rückschläge hinnehmen, so dass man mit der Massenproduktion bis dato noch nicht beginnen konnte. Nun mussten die Initiatoren erneut eine weitere Verschiebung des Produktionsbeginns bekannt geben. Die Verzögerungen könnten dazu führen, dass man westliche Länder nicht mit ausreichenden Stückzahlen beliefern kann, heißt es.


Eigentlich sollte die Produktion schon im Oktober beginnen. Aufgrund von einigen letzten Fehlern, die man unbedingt ausmerzen wollte, soll die Herstellung nun aber erst am 12. November anlaufen. Noch in diesem Jahr will man dann 100.000 Geräte herstellen lassen, die zuerst an Länder wie Peru und Uruguay geliefert werden sollen.

Eigentlich ist geplant, die Geräte in den USA und anderen westlichen Ländern zu Weihnachten im Rahmen einer Sonderaktion zu vertreiben, bei der die Kunden jeweils zwei Laptops erwerben, aber nur einen selbst behalten, weil das zweite Gerät als Spende verteilt wird. An diesem Vorhaben will man weiter festhalten, warnt aber, dass Interessenten früh bestellen sollten, um ihren "100-Dollar-Laptop" rechtzeitig zu erhalten.


Wer das Angebot nutzen will, muss knapp 400 US-Dollar hinblättern, da der "100-Dollar-Laptop" anfangs zu Preisen von rund 190 US-Dollar angeboten werden soll und jeder Kunde wie erwähnt ein zweites Gerät als Spende finanziert. Ab 12. November will die für den Vertrieb zuständige One Laptop Per Child Stiftung die erste Bestellungen entgegennehmen.

Im Innern des XO steckt ein besonders stromsparender AMD Geode Prozessor mit einer Taktfrequenz von 400 Megahertz. Statt einer Festplatte kommt Flash-Speicher zum Einsatz. Außerdem verwendet man ein spezielles Display, das in Farbe und Schwarz-Weiss betrieben werden kann. Als Betriebssystem kommt eine spezielle Linux-Variante zum Einsatz.
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Das ganze Projekt ist tot. Tausende Verschiebungen und ein Preis der das Gerät uninteressant macht. In Zeiten von Asus EEE, und VIA Nanobook etc. kaufen in westlichen Ländern sowieso nur mehr Leute das Gerät aus SOlidarität, aber die können auch einfach so kaufen. Und was ist mit der staatlichen Förderung für das Gerät? Wie kommt so ein utopischer Preis von 190 US-Dollar her? Wenn ich bei Asus den kleinsten EEE PC in einer STückzahl von 100.000 bis 150.000 anfrage, würde ich einen deutlich besseren Preis bekommen, und das ohne irgendwelche staatlichen Förderungen. (zumindest was diesen Bildungssektor betrifft) //EDIT: Naja, für Shrek Fans ist es auch noch das perfekte Notebook :)
 
@caldera: Es ist ja nicht nur die Hardware, die den Preis ausmacht. Soweit ich weiß ist da eine abgewandelte Variante von Linux drauf, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt. Diese zusätzliche Software schreibt sich ja auch nicht von allein. Aber allen im allem geb ich Dir Recht. ~280 € für ein billig Laptop würde ich auch nicht zahlen wollen. Da zahl ich noch 300 € drauf und bekomm ein Windows Vista Schlepptop vom ALDI :)
 
OK wenn man überlegt was man für 400€ für ein Gebrauchtgerät bekommt, kann das Gerät auf keinen Fall mithalten und mit nen 2 Jahre alten IBM Notebook kann ich definitiv besser leben als mit dem Gerät. Ok wenn man nat. 200€ einfach so spendet ist das freilich nett, allerdings glaub ich kaum das das alle Kunden auch so sehen, schließlich kann man für 200€ in vielen anderen Hilfsprojekten mehr erreichen, wie Aufbau von Schulen etc...
 
wollt ich auch gerad sagen,... hast denke völlig recht. bei dem asus eee hat man sogar ein besseres gerät, zumindest für unsere gegend. ich find super das es dieses projekt gibt, vieleicht haben sie damit auch den markt für billignotebooks eröffnet. nur der preis ist echt ne zu hoch für so eine ziehlstellung. da ist es ja kein wunder das Indien schon angekündigt hat ein eigenes notebook zu entwickeln. und wie lange es sich mit dem XO schon hinzieht. als ich das erste mal davon gehöhrt habe fand ich das echt klasse, nur das dauert einfach zu lange. aber in asien läuft auf diesem gebiet sowieso alles ein bisschen schneller,...
 
Ihr dürft nicht vergessen, dass der XO im Vergleich bspw. zum Eee grundsätzlich für etwas ruppigeren Einsatz (semi-ruggedized) konzipiert wurde. Dazu kommen Schmankerl wie das Display, dass sich auch bei starker Sonneneinstrahlung noch bestens ablesen lässt. Ich denke beide Geräte haben ihre Daseinsberechtigung, nur wird beim XO wirklich mehr auf den Einsatz in Entwicklungsländern bzw. Schulen geschielt, während der Eee bspw. durch die Kamera wohl eher versucht als günstiges Gerät in den Industrieländern Fuß zu fassen.


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