Studie: Online-Spiele sind besonders faszinierend

PC-Spiele Nahezu jedes Spiel, das heute auf den Markt kommt und einigermaßen erfolgreich sein will, verfügt über einen Internet-Multiplayer-Modus, mit dem die Spieler auch online gegeneinander antreten können. Eine neue Studie aus den USA belegt nun, dass derartige Titel die Spieler einfach mehr ansprechen. Teilweise sollen die Spiele sogar so faszinierend, dass sie massive Auswirkungen auf das Leben der Nutzer haben können. Es kommt zum Beispiel zu Schlafmangel und wahren Dauer-Spiel-Sessions. Die an der Studie teilnehmenden Studenten wurden in vier Gruppen unterteilt, die jeweils verschiedene Spielarten ausprobieren sollten.

Der ersten Gruppe wurden Chips für Arcade-Spielautomaten gegeben, Gruppe Nummer zwei sollte auf der PlayStation 2 das Adventure-Spiel Gauntlet: Dark Legacy spielen, während die dritte Gruppe das Rollenspiel Diablo 2 vorgesetzt bekam. Einzig und allein die vierte Gruppe spielte mit Dark Age of Camelot ein Online-Rollenspiel.

Nach einem Monat wurden dann das Spielverhalten ausgewertet. Die vierte Gruppe führte die Rangliste mit einer Spieldauer von durchschnittlich 14,4 Stunden in der Woche an. Auf Rang zwei landeten die Diablo-2-Zocker, die aber nur weniger als der Hälfte der Zeit vor dem Rechner verbracht hatte.

Die Nutzer des Online-Rollenspiels meldeten neben der besonders langen Spielzeit auch gesundheitliche Einschränkungen und kürze Schlafphasen. Außerdem waren die Probanden der Meinung, dass die Spiele stärker in ihre sozialen Kontakte und ihren Lernprozess eingriffen, als die anderen Titel.

Die Online-Rollenspieler konnten aber auch positives vermelden. So hatten sie offenbar mehr Spass und konnten neue Freundschaften über das Internet knüpfen. Nach Angaben der Autoren der Studie geht man nun davon aus, dass Online-Spiele im Allgemeinen deshalb so erfolgreich sind, weil sie die Nutzer praktisch "anziehen".

Sie gaben weiterhin zu bedenken, dass sich die öffentliche Debatte über Computerspiele möglicherweise zu stark auf Gewaltdarstellungen konzentriert. Andere Faktoren, egal ob sie positive oder negative Auswirkungen haben, würden hingegen viel zu oft vernachlässigt.

Trotz den Studienergebnissen gehen die Wissenschaftler nicht davon aus, dass Computerspiele süchtig machen können. Die "Sucht" nach Spielen sei ein individuelles Problem einzelner Menschen, die weder auf Computerspiele im Allgemeinen, noch auf Rollenspielen im Besonderen zurückzuführen sei.
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