Toshiba übernimmt komplette Chip-Sparte von Sony

Wirtschaft & Firmen Bereits im September brodelte die Gerüchteküche rund um die Chip-Sparte von Sony. Damals hieß es, dass der japanische Elektronik-Konzern die Sparte an den Konkurrenten Toshiba verkaufen wolle. Nun bestätigten beide Unternehmen die Gerüchte. Demnach wird Toshiba für umgerechnet 600 Millionen Euro auch jene Werke übernehmen, in denen der so genannte "Cell"-Prozessor hergestellt wird, der auch in der PlayStation 3 zum Einsatz kommt. Damit wird Sony die leistungsstarken CPUs für seine Spielkonsole nun nicht mehr selbst fertigen.

Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, hat Sony in den vergangenen Jahren etwa 1,2 Milliarden Euro in die Entwicklung des Prozessors gesteckt. Der Grund für den Verkauf der gesamten Chip-Sparte sind laut WSJ dringend notwendige Kosteneinsparungen. Darüber hinaus ist der Verkauf ein Teil des Sanierungsplanes, den sich Sony im Jahr 2004 auferlegt hatte.

Ursprünglich berichteten wir, dass Sony ein Joint-Venture mit Toshiba schließen wolle, um die reibungslose Versorgung mit Chips, beispielsweise für die PlayStation 3, auch weiterhin zu gewährleisten. Ob ein Joint-Venture auch weiterhin geplant ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht bekannt.
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