US-Musikindustrie geht gegen Usenet-Provider vor

Internet & Webdienste Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat ein neues Ziel für eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen gefunden - das Usenet. Am 12. Oktober wurde eine Klage eingereicht, in der bemängelt wird, dass das Usenet Millionen "illegale" Musiktitel enthält.

Bisher geht die US-Musikindustrie nur gegen den Anbieter Usenet.com vor, allerdings würde ein Sieg der RIAA einen Präzendenzfall schaffen, der eine Klage gegen andere Anbieter ermöglicht. Dazu gehören zahlreiche Internet-Provider wie AT&T, Universitäten wie die in Stanford und einige kleinere Unternehmen, die sich auf Usenet-Zugänge spezialisiert haben.


Usenet.com wirbt auf seiner Website damit, dass man für 19 US-Dollar pro Monat Zugriff auf Millionen MP3-Dateien erhält. Allein diese Tatsache könnte für einen Sieg der RIAA ausreichen - ähnlich lief es damals im Verfahren gegen den Tauschbörsen-Anbieter Grokster. Auch hier sorgten solche Versprechen später für eine Verurteilung.

Für die Newcomer im Internet eine kurze Erklärung zum Thema Usenet: Noch bevor das Web und P2P-Börsen entwickelt waren, gab es zahlreiche so genannter Newsgroups - diese lassen sich mit den heutigen Foren vergleichen. Die Diskussionen lagen auf speziellen Usenet-Servern, die sich untereinander synchronisieren. In Newsgroups mit dem Zusatz "binaries" wurden auch regelmäßig Dateien ausgetauscht.

Heute ist das Usenet zu großen Teilen ausgestorben. Es gibt noch einige sehr aktive Newsgroups, in denen rege über Linux, Sicherheit und andere komplexe Themen diskutiert wird. Außerdem werden in den Binaries-Gruppen MP3s, Filme und Software getauscht. Dafür benötigt man allerdings im Regelfall einen kostenpflichtigen Zugang.
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hmm lol - dann viel spass beim abschalten des gesamten usenets...achja - irc sollte man gleich mit verklagen...da gibts auch millionen von mp3s..
 
Also nach der Theorie dürfte beispielsweise in französischen Autohäusern NIE die Höchstgeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge angegeben werden. Man müsste ja davon ausgehen, dass der Fahrer diese Geschwindigkeit tatsächlich fährt, auch wenn es verboten ist. Diese Copyrightgeschichten sind so lächerlich wie ein Erwachsener im Sandkasten. "Du darfst dis nich haben, dis is MEINS." Einfach unmenschlich.
 
@shithappens: Wenn jemand damit wirbt, einen Onlinezugang zu Nacktfotos von Dir anzubieten, hast Du sicher auch nichts dagegen, so ein Copyright ist ja so unmenschlich und lächerlich ,-)
 
@twinky: Wenn ich die Nackfotos außerdem zum Kauf anbiete hätte ich kein Problem damit. Sollen sich doch so viele Menschen dran freuen wie möglich! Ein Künstler sollte das verstehen. Klingt ziemlich kommunistisch, ich weiß, aber schön wär's trotzdem.


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