Microsoft-Chef Steve Ballmer versucht derzeit immer wieder, die Entwickler und Nutzer von Open-Source-Produkten - allen voran natürlich Linux - zu verunsichern, indem er eindringlich vor möglichen Patentansprüchen warnt. Hintergrund ist seine Behauptung, dass Linux & Co gegen zahlreiche Patente verstoßen.
Bei den Nutzern von Linux, vor allem im Server-Bereich, auf den Ballmer sich mit seinen Aussagen angesichts des Marktanteils des freien Betriebssystems wahrscheinlich bezieht, gehen die Drohungen des Microsoft-Chefs aber offenbar vorbei. Nach Angaben von Dell, einem der wichtigsten Anbieter von Linux-basierten Servern, haben Ballmers Behauptungen bisher keine Auswirkungen auf die Verkaufszahlen.
Wie Michael Dell, Chef des Unternehmens, gegenüber ZDNet UK sagte, legt das Geschäft mit Linux-Servern trotz Ballmers Drohungen weiter zu. Vor allem bei Systemen, die besonders ausfallsicher sein müssen, bleibe Linux die erste Wahl und die Adaption habe nicht nachgelassen, so Dell weiter.
Im Hinblick auf die von Dell vor einigen Monaten vorgestellten Linux-PCs für Verbraucher zeichnete die Firma erneut eher einen düsteren Ausblick. Man gehe nicht davon aus, dass die Verkaufszahlen der Desktop-Rechner und Notebooks mit Linux weiter ansteigen werden, sagte ein Vertreter von Dell.
Ob dies auf die Unterstellungen von Microsoft zurück zu führen ist, ließ Dell nicht verlauten. Dell hatte im Mai in den USA eine Auswahl von Systemen ins Programm aufgenommen, auf denen Ubuntu Linux vorinstalliert geordert werden kann. Inzwischen sind die Geräte auch in Deutschland erhältlich.


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