O2 wegen falscher Umrechnung in Euro verklagt

Wirtschaft & Firmen Wie gestern bekannt wurde, hat die Hamburger Verbraucherzentrale eine Klage gegen den Münchner Mobilfunkanbieter O2 eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen vor, im Jahr 2001 schwerwiegende Fehler bei der Umstellung von D-Mark auf Euro gemacht zu haben. So erklärt die Verbraucherzentrale, dass die Mobilfunkbetreiber laut einem rechtskräftigen Urteil des Landgerichts München vom Mai 2005 nur die Endbeträge der Rechnungen in die neue Währung umrechnen durften. Bei O2 hätte man allerdings die Minutentarife in Euro umgerechnet, wobei es zu Rundungsdifferenzen gekommen sei.


Während die Hamburger Verbraucherzentrale nun in einem ersten Prozess die Zahl der betroffenen O2-Kunden erfahren möchte, will man in einem zweiten Prozess die unrechtmäßig erzielten Gewinne von O2 zurück verlangen. Die betroffenen Kunden dürften davon nicht profitieren, da das Geld in die Staatskasse fließen soll.

Nach Kundenzahlen, ist O2 der derzeit viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland. Das ehemals unter dem Namen "Viag Interkom" firmierende Unternehmen wurde gemeinsam mit dem britischen Mutterkonzern im Januar 2006 für rund 26 Milliarden Euro von der spanischen Telefonica übernommen.
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