Vista: Service Pack bringt neue Sicherheitsfunktionen

Windows Vista Microsoft arbeitet derzeit fieberhaft an der Entwicklung des ersten Service Packs für Windows Vista. Die Update-Sammlung wird wahrscheinlich schon im Januar 2008 veröffentlicht. Sie soll eine Reihe von Fehlern beheben und wird nur eine geringe Zahl von wichtigen Neuerungen mit sich bringen. Unter anderem sind Verbesserungen in Sachen Sicherheit geplant, die Windows Vista seine Position als bisher sicherstes Betriebssystem aus dem Hause Microsoft festigen sollen. Nun wurde bekannt, in welchen Sicherheitsaspekten Microsoft Optimierungen vornehmen will. Unter anderem will man bei Verschlüsselung, Kernelschutz und Programmierschnittstellen nachbessern, berichtet ENT

Folgende Verbesserungen sind geplant:

BitLocker: Die Festplattenverschlüsselung kann bisher nur in beschränktem Maße genutzt werden. Mit Vista SP1 erhalten die Anwender eine Reihe von neuen Möglichkeiten. Künftig kann man neben dem Systemlaufwerk auch weitere Festplatten und Speicherlaufwerke mit BitLocker vor dem Zugriff von Dritten schützen.

Wer virtuelle Laufwerke nutzt, die auf mehreren Festplatten verteilt sind, kann nun ebenfalls flächendeckend BitLocker einsetzen. Die bisher in Windows Vista integrierte Version der Festplattenverschlüsselung bietet weniger umfangreiche Funktionen und kann zudem nur mit begrenzten Datenmengen umgehen.

Kernelschutz: Mit seiner Kernel Patch Protection will Microsoft den Systemkern der 64-Bit-Version von Windows Vista vor dem Zugriff durch Schadsoftware und andere unerwünschte Programme schützen. Zahlreiche Anbieter von Sicherheitssoftware fühlen sich jedoch schon seit langem durch diesen Teil von Vista in ihrer Arbeit behindert.

Die Europäische Kommission kritisierte die Funktion ebenfalls, da sie der Auffassung ist, dass der Wettbewerb mit Drittanbietern darunter leidet. Um die Bedenken der EU auszuräumen wird Microsoft mit dem Service Pack 1 für Windows Vista den ersten Teil einer Reihe neuer Programmierschnittstellen ausliefern. Diese ermöglichen Firmen wie Symantec oder McAfee, ihre Sicherheitssoftware in Verbindung mit der 64-Bit-Variante von Vista effektiver arbeiten zu lassen.

Die APIs sollen die Entwicklung von Programmen erlauben, die die Funktionalität des Windows-Kernels erweitern, ohne dabei die Kernel Patch Protection abschalten zu müssen.

Windows Sicherheitscenter: Schon seit den Service Pack 2 für Windows XP bringt Microsofts Betriebssystem ein Sicherheitscenter mit, das die integrierten Schutzfunktionen steuert und über den Status von Sicherheitsprogrammen von Drittanbietern informiert. Bisher klappt die Zusammenarbeit des Vista Sicherheitscenters mit der Software von Fremdentwicklern noch nicht reibungslos.

Mit dem Service Pack 1 will Microsoft daher einige Verbesserungen vornehmen, die es den Programmen von Drittanbietern erlauben sollen, besser mit dem Betriebssystem zu kommunizieren. Auch ihre Integration soll deutlich erleichtert werden.

Auch der Umgang mit ungeprüften Anwendungen im Sicherheitscenter wird neu gestaltet. Mit dem SP1 prüft das Sicherheitscenter künftig den Status von inkompatibler Software. Nach 90 Tagen wird das betroffene Programm dann als mögliches Sicherheitsrisiko eingestuft. Dadurch wird verdeutlicht, dass nicht festgestellt werden kann, ob die Software sicher ist, oder eine volle Kompatibilität mit Vista gewährleistet ist.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass immer Sicherheitssoftware installiert wird, die auch tatsächlich problemlos mit dem Betriebssystem zusammenarbeitet. Ziel ist es offenbar, dafür zu sorgen, dass Sicherheitsprobleme früher erkannt werden und der Schutz des Anwenders durchgehend gewährleistet ist.

Microsoft will mit diesen und den weiteren Verbesserungen durch das Windows Vista Service Pack 1 wahrscheinlich die Bedenken vieler Anwender - vor allem aus dem Business-Bereich - aus der Welt schaffen, die diese bisher vom Umstieg auf das neue Betriebssystem abgehalten haben. Ob die Verbesserungen tatsächlich zu mehr Akzeptanz unter Geschäftskunden führen werden, bleibt jedoch fraglich.
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