Netzwelten: Touch mit Effet

WinFuture Man kann nicht sagen, dass der vergangene Mittwoch ein unaufgeregter Tag war. Das Motto des von vielen Apple-Fans sehnlichst erwarteten Events lautete "The Beat Goes On". Dass sich dahinter eine Steve Jobs-Präsentation verbarg war vielen wohl klar, die Gerüchte auf diversen Apple Fanseiten verdichteten sich schon in den letzten Wochen auf Neuheiten im iPod-Bereich. Ich muss kurz innehalten, um zu überblicken wie viel schon in dieses Stück Technologie hineingedeutet wurde. Wenn man in dieser von Superlativen überbevölkerten Zeit noch von außergewöhnlichem Kult sprechen kann, dann wohl von diesem Audioabspielgerät, dessen intuitiv-simple Bedienung verbunden mit einem auf- wie augenfälligen Design eine Welle der Begeisterung auslöste.

Preisbewusste Minimalisten können sich am nun videofähigen Nano erfreuen, eine nicht zu unterschätzende Evolution in diesem Bereich, schließlich steht der Nano dem eigentlichen iPod (nun classic genannt) nur in der Größe nach. Das Original hat sich in der sechsten Version nun nicht besonders verändert. Die Software fließt in ihrer Bedienung mehr dahin: Eine Funktion erlaubt es, Bilder und Cover wie im Flug zu durchstöbern. Gerade wenn man mit 80GB Speicher genug hat, lohnt sich der Kauf, wegen der Ersparnis zur Vorgängerversion.

Ganz neu dabei: der iPod Touch. Seit über einem Jahr kann man Gerüchte vernehmen, wonach Apple sich für den nächsten iPod mit der Entwicklung eines Berührinterfaces beschäftige. Daraus wurde erst einmal das ebenfalls erwartete Apple Handy. Nun ist letzteres um dessen Telefoniefunktionen beraubt worden und nennt sich iPod. Wie schön….
Wer kauft sich nun ein Handy ohne Telefonfunktion? Davon befreit ist der "touch" ein verspielter Organizer mit Multimediafunktion: Die WLAN-Fähigkeit lässt das Gerät mit der Außenwelt in Kontakt treten. Videos erstrahlen nun im Breitformat und damit auf der gesamten Fläche des Geräts. Wer Anhänger des Bedienkonzeptes ist, aber nicht bereit ist, teure Mobilfunkverträge zu bezahlen (wer erwartet schon, dass dies in Deutschland anders wird?) kann auf den "touch" umsteigen. Auch wenn der Speicherplatz wahrlich nicht den Raum des "classic" bietet.

Wie eine Randnotiz ließ Apple-Chef Jobs wissen, dass das iPhone - ganzer Stolz von Papa Steve - nun 200 Dollar günstiger ist. Eine Variante mit weniger Speicherplatz wird gar vom Markt genommen. "Moment, was?" dachten sich da wohl viele iPhone Kunden: Nach nur zwei Monaten wird das gleiche Gerät um ein Drittel günstiger. Man kann nur mutmaßen über diesen Schritt der Firma: Wohl blieb der Verkaufserfolg aus, sodass man potenziellen Kunden nun entgegen kommen musste. Nach Proteststürmen und ersten Initiativen gegen Apple will das Unternehmen den bisherigen Kunden einen Gutschein über 100 $ ausstellen: für den Erwerb neuer Apple-Produkte wohl gemerkt.
Was lernen wir aus diesen Entwicklungen: Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold wert.

Der Beat ist kurzzeitig ins Stocken geraten. Wohl denn, die neue iPod-Generation bereitet Technikfreaks wieder ein paar Glücksmomente. Letzten Endes ist es aber doch die Musik, die begeistert - Hüllen bleiben austauschbar.


Netzwelten ist die WinFuture Kolumne von Redakteur Simon Bauer. In unregelmäßigen Abständen nimmt der Autor Themen des Zeitgeschehens unter die Lupe.
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