Symantec: Microsofts Preismodell ist monopolartig

Wirtschaft & Firmen Der Chef des Sicherheitsunternehmens Symantec, John Thompson, hat dem Redmonder Konzern Microsoft am Dienstag vorgeworfen, sich beim Einstieg in den Markt für Sicherheitssoftware monopolartig verhalten zu haben. Vor allem das Preismodell wurde von ihm kritisiert. Durch Microsofts Entscheidung, Windows Live OneCare, eine Kombination aus Firewall, Antivirus und Backup, für 50 US-Dollar pro Jahr auf den Markt zu bringen, haben sich die Erwartungen an Sicherheits-Software verändert. Symantec selbst brachte etwas später ein Konkurrenzprodukt namens Norton 360 auf den Markt, das für 80 US-Dollar pro Jahr erhältlich ist. Beide Programme dürfen auf bis zu drei PCs gleichzeitig eingesetzt werden.

Durch attraktive Preise auf einem Markt Fuß zu fassen, ist keine ungewöhnliche Strategie, erläuterte Thompson. Microsoft muss seiner Meinung nach noch einen langen Weg gehen, bis man es mit den Produkten von Symantec aufnehmen kann. Da die Redmonder den Großteil ihrer Gewinne mit Windows und Office erzielen, kann Windows Live OneCare sehr günstig angeboten werden. Für Symantec ist die Sicherheits-Software allerdings die Haupteinnahmequelle.

Thompson gab an, dass er sich mit seinem Unternehmen auch weiterhin der Herausforderung stellen will, gegen neue Mitbewerber zu bestehen. Dazu sollen auch neue Produkte auf den Markt gebracht werden, die das Geschäft vergrößern.
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