Sony entwickelt neuartigen "Bio-Akku" mit Zucker

Hardware Die Mitarbeiter aus Sonys Forschungsabteilung haben kürzlich auf dem 234. Treffen der American Chemical Society in Boston eine Art Bio-Akku vorgestelt, der Elektrizität aus Kohlenhydraten gewinnen kann. Er soll sogar bereits einen MP3-Player betreiben können.

Jede Zelle des Bio-Akkus kann 50 mW Strom erzeugen - kombiniert man vier Stück, können kleine elektronische Geräte wie MP3-Player betrieben werden. Derartige Forschungsarbeit wird bereits seit Jahren betrieben, allerdings konnte noch nie so viel Strom gewonnen werden. Als Kohlenhydrat wird derzeit einfacher Zucker verwendet.


Das System innerhalb der Zellen zerlegt den Zucker und erzeugt mit Hilfe von Enzymen und einem leitenden Metall Strom. Die Enzyme arbeiten nur in der Nähe der Anode - eine neu entwickelte Kathode sorgt während des Prozesses für genügend Sauerstoff. Im letzten Schritt wird dann mit einem optimierten Elektrolyt der Strom erzeugt.

Zwar können im derzeitigen Stadium schon kleine elektronische Geräte betrieben werden, dennoch muss Sony nach eigenen Angaben noch an allen Teilen des Systems Verbesserungen vornehmen. Ob und wann die Technik zukünftig ernsthaft eingesetzt wird, steht in den Sternen.
Diese Nachricht empfehlen:
 
in letzter Zeit wird wohl intensiv an Akkus geforscht... zuerst der Papier-Akku, dann Körperwärme, Lithium-Polymer-Akkus und jetzt Zucker...
 
@zwutz: und dann mit Biogas
 
@zwutz: Hat alles nur Nachteile. Papier brennt, Körperwärme ist zu gering, Lithium-Polymer ist zu teuer und Zucker... macht dick. :-)
 
@ MichaW : wart´s ab wenn du dann dein disketten-lw im schlepptop brauchst um traubenzucker nachzufüllen damit du doppelt so lange arbeiten kannst. würd mich bolß mal interressieren, ob man bein zuklappen ne integrierte fliegenklatsche hat.
 
@zwutz: Der Grund warum so viel an akkus geforscht wird ist der, dass wenn die menschheit endlich in der lage ist große mengen energie verlustfrei auf lange zeit zu speichern, können wir mehr alternative energiequellen nutzen. Denn der größte energiebedarf ist wenn die schwerindustrie anläuft und natürlich nachts. leider gibts nachts keine solarenergie und die windkraft ist oft unstet. hat man aber große energiespeicher, dann ist das egal. man speichert in spitzenproduktionszeiten einfach alles und wenn mal keine sonne oder kein wind ist oder eben in spitzenlastzeiten kann man dann aus den akkus den strom wieder herausholen. ich nehme an, dass es in 20 jahren oder vielleicht auch später darauf hinauslaufen wird, dass man sehr große akkus baut, vielleicht so groß wie ein fußballstadion und darin eben diese energie speichert.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News zu IT Pro- und Dev-Tools