Windows Home Server: Erste Hardware ab 450 Euro

Server Zwar steht mittlerweile fest, dass die Systembuilder-Version von Windows Home Server, einem neuen Serverbetriebssystem für Heimnetzwerke, schon in der kommenden Woche im Handel erhältlich sein wird, doch zu den für Verbraucher bestimmten Endgeräte, auf denen das System zum Einsatz kommen soll, ist bisher nur wenig bekannt.

Microsoft selbst verweigert die Aussage und gibt keinerlei Informationen zu den unter anderem von Hewlett-Packard, Medion, Fujitsu-Siemens und Iomega angekündigten Geräten heraus. Einige Online-Versandhändler sind den schweigsamen Redmondern nun zuvor gekommen und haben zumindest zum Hewlett-Packard Home Server, der auf den Namen "MediaSmart" hören soll, ausführliche Angaben veröffentlicht.


Auf den Seiten einiger anderer US-amerikanischer Hardware-Händler finden sich ebenfalls Informationen zu dem Gerät. HP will seinen Home Server offenbar zunächst in zwei Varianten auf den Markt bringen. Dabei handelt es sich um Geräte mit jeweils 500 oder 1000 Gigabyte Festplattenkapazität.


Beiden gemeinsam ist der von AMD stammende 64-Bit-Prozessor der Sempron-Serie mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz. HP setzt allerdings auf eine etwas fragwürdige Konfiguration. Das 500-Gigabyte-Modell soll lediglich mit einer großen Festplatte ausgeliefert werden, so dass bei deren Ausfall mit einem Verlust aller Daten zu rechnen ist.

Natürlich bieten beide Variante des Geräts Platz für zusätzliche Festplatten, die einfach hinzugefügt werden können. Insgesamt sind vier Einschübe für HDDs vorhanden. Es sind also je nach Modell drei bzw. zwei Plätze nicht belegt und können vom Kunden mit beliebigen Festplatten bestückt werden.


Die Preise für die beiden Varianten des HP MediaSmart Home Server scheinen ebenfalls bereits festzustehen. Bei den US-Händlern ist von 599 US-Dollar für die Version mit 500 Gigabyte Kapazität die Rede, während die 1-Terabyte-Ausgabe für 749 US-Dollar verkauft werden soll. Umgerechnet während dies jeweils rund 450 und 550 Euro, die Preise dürften hierzulande jedoch etwas höher ausfallen.

Bei der US-Niederlassung von Amazon sind einige neue Bilder des HP MediaSmart Home Server veröffentlicht worden, die zeigen, dass das Gerät ohne Tastatur und Monitor auskommen soll. Außerdem kann man einen Blick auf die Festplattenschächte werfen und sehen, wie zusätzliche Platten eingehängt werden können.

Amazon spricht von einer Markteinführung des HP Home Servers am 15. September. Wie die Preise der anderen Hersteller von Home Server Fertigsystemen aussehen werden, bleibt abzuwarten. Im Falle von Fujitsu-Siemens war aber bereits von einem Preis zwischen 500 und 700 Euro die Rede, je nach dem wie viel Speicherplatz der Kunde wünscht.

WinFuture Magazin: Windows Home Server Beta 2 - Erster Eindruck
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Das klingt nach Peanuts wenn man bedenkt das andere denselben Betrag für Grafikkarten verfrühstücken.
 
@~LN~: Hat mich auch gewundert, echt günstig. Ich frage mich nur, warum die Festplatten dazu liefern? Ich persönlich würde mir meine lieber selbst reinstecken. Das System mit der 500GB Platte ist nämlich meines erachtens nach echt ein Fehltritt, was unerfahrene Nutzer in ein offenes Messer laufen lässt.
 
Ich würde mir da sowieso 4x 750 GB oder in naher Zukunft 4x 1 TB Platten reinstecken. Immerhin soll das Ding ja Datenspeicher sein und in fast jedem (aktuellem) Desktop stecken schon mind. eine 500 GB Platte. So gesehen würde ich das Teil am liebsten ohne Platten kaufen, bzw. ähnlich einem NAS vielleicht das OS auf einer kleinen SSD oder ähnlichem und dann einfach mit Platten vollstopfen.
 
Klasse, wie dem Endanwender jetzt noch ein Server aufgeschwatzt wird. Das ist die letzte Stufe vor dem Haushaltszentralrechner. Früher hätte man dafür einen alten Rechner genommen und heutzutage würde ein NAS reichen: ein bißchen Backup zu konfigurieren ist nun auch nicht das Problem... Naja, aber das Gerät sieht wenigstens nett aus.
 
Hmmm... ein Rechner, der Backup-Lösung für die Client-Rechner sein soll, dann aber selbst nicht per RAID gesichert ist? Was ich auch doof finde, dass die Dinger keinen Monitor und Tastaturanschluss haben. Auch wenn das Ding nur in der Ecke stehen und per Web-Interface bedient werden soll, wenn das Windows mal nicht mehr hochfährt, kann man die Kiste gleich einschicken, weil man nicht mal ins BIOS oder den abgesicherten Modus zur Fehlerdiagnose kommt.


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