Adobe: Freie Software im Grafikbereich kein Ersatz

Software Adobe ist mit Produkten wie Photoshop, InDesign oder auch Illustrator einer der wichtigsten Anbieter im Bereich des Desktop-Publishing. Das Unternehmen lässt sich seine Software, die beinahe zum Industriestandard geworden ist, aber auch gut bezahlen, so dass die verschiedenen Softwarepakete für Endkunden kaum erschwinglich sind. Vielleicht auch deshalb kommen oft Forderungen auf, wonach Adobe seine Software unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen soll. Von derartigen Wünschen hält man bei Adobe jedoch nicht viel, auch wenn man freie Software für einen sehr wichtigen Faktor in Sachen Innovation hält.

Oft wird auch behauptet, dass sich mit freien Produkten die gleichen Ergebnisse ohne mehr Aufwand erreichen lassen, wie mit den proprietären Lösungen von Adobe. Meist werden Projekte wie The GIMP oder Inkscape als Alternativen gepriesen.

In seinem Weblog hat sich John Loiacono, der bei Adobe für das Geschäft mit den Produkten aus dem Kreativbereich verantwortlich ist, nun zu dem Thema geäußert. Sein Unternehmen habe sich gegen Open-Source-Lizenzen entschieden, weil die Kunden auf gut abgestimmte Arbeitsprozesse und höchstmögliche Verlässlichkeit angewiesen sind, so Loiacono. Er zweifele außerdem, ob Open-Source-Software im Kreativbereich letztenendes eine billigere Lösung ist, schrieb er weiter.

Loiacono verwies auf das Beispiels eines Designers von digitalen Medien und Druckerzeugnissen, der seine Erfahrungen mit freien und kostenlosen Alternativprodukten schilderte. Dieser habe schnell erkannt, dass die mangelnde Kompatibilität der Produkte, geringerer Funktionsumfang und die unterschiedlichen Benutzeroberflächen der freien Programme ein für ihn unüberwindbares Hindernis darstellten.

Der Betroffene habe festgestellt, dass durch die Wartung und Integration der verschiedenen Open-Source-Softwareprodukte viel Zeit verloren ging, die letztenendes von den Kunden bezahlt werden muss. Letztenendes habe er sich jedoch für ein Paket von Adobe-Programmen entschieden, die die Probleme der freien Alternativen nicht aufweisen. So habe er schließlich einfach mehr Zeit, um kreativ tätig zu sein.

Loiacono will sich nicht missverstanden wissen. Seine Aussagen beziehen sich ausschließlich auf den Sektor des Desktop-Publishing. Open-Source sei zwar in anderen Bereichen vielleicht die perfekte Lösung, doch bei professionellen Anwendern sei es im Falle von Adobes Software sinnvoller auf proprietäre Produkte zu setzen. Schließlich sei Zeit einfach Geld, schlussfolgerte der Adobe-Manager.
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