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Dienstag, 14. August 2007   

Wissenschaftler entwickeln flexible Akkus aus Papier

HardwareAmerikanische Forscher haben gestern eine neue Art von Akkus vorgestellt, die so flexibel und leicht sind wie ein Stück Papier. Sie speichern Strom genauso wie die bisher erhältlich Lithium-Ionen-Akkus. Durch ihre Biegsamkeit und Vielseitigkeit sollen sie sich besonders gut für die "nächste Generation" tragbarer Endgeräte nutzen lassen.

Die "Blätter" lassen sich beliebig stapeln, um Spannung und Kapazität zu erhöhen. Ein erster Prototyp, der nur die Größe einer Fingerkuppe hat, liefert bereits eine Spannung von 2,5 Volt, die ausreicht, um eine Diode zum Leuchten zu bringen oder einen kleinen Lüfter anzutreiben. Bei einer entsprechenden Skalierung ließen sich auch Elektronikgeräte damit betreiben, heißt es.

Mit den flexiblen Akkus soll es möglich sein, den Stromspeicher der Form des jeweiligen Endgerätes anzupassen, so dass dessen Designer vollkommen freie Hand hat. Die Blätter sollen sich beliebig falten, rollen und biegen lassen, so dass sie in jedem noch so kleinen und verwinkelten Gehäuse Platz finden würden.

Bisher werden Elektronikgeräte zwar immer kompakter, doch oft ist der Akku das klobigste Bauteil und schränkt die Möglichkeiten in Form und Design stark ein. Die Wissenschaftler kombinieren bei ihrem Ansatz Nanoröhren als Ersatz für Elektroden und eine flüssige ionische Lösung als Elektrolyt, die durch Zellulose von einander getrennt werden.

Am Ende entsteht eine Art Papier, in das ein Netz aus Nanoröhren eingebettet ist und welches mit dem Elektrolyt getränkt wird. Das "Akku-Papier" funktioniert auch bei extremen Temperaturen und kann als Akku und Superkondensator arbeiten, was ein besonders schnelles Laden ermöglichen würde, so die Wissenschaftler.

Die Neuentwicklung ließe sich äußerst vielseitig einsetzen. Sie wäre dank ihrer flexiblen Form und des geringen Gewichts nicht nur für mobile Elektronikgeräte nutzbar, sondern könnte auch im Flug- und Fahrzeugbau eingesetzt werden. Derzeit arbeitet man noch an Methoden, mit denen die Papierakkus kostengünstig hergestellt werden können.
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Autor Autor: Roland Quandt RSS Feed RSS & ATOM Feeds
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