Übersetzung von Harry Potter im Netz - Verhaftung

Internet & Webdienste Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die Polizei in Frankreich einen Schüler festgenommen, der Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart des neuen Harry-Potter-Romans seine eigene französische Übersetzung ins Netz gestellt hat.

Der 16-Jährige aus Südfrankreich wurde festgenommen, nachdem nur wenige Tage nach dem Erscheinen des englischen Teils die ersten drei Kapitel des Buches im Internet veröffentlicht wurden, meldet die Tageszeitung Le Parisien. Die Beamten meldeten den Vorfall dem Anwalt der Autorin Joanne K. Rowling. Das weitere Vorgehen ist ungewiss.

Die französische Ausgabe von "Harry Potter and the Deathly Hallows" soll ab dem 26. Oktober im Handel erhältlich sein. Bereits jetzt handelt es sich um das am schnellsten verkaufte Buch aller Zeiten. So wurden in den ersten 24 Stunden stolze 11 Millionen Exemplare verkauft.
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"Selbst übersetzt"? Ist dies denn als Kopie zu sehen??? Leider werden wir nie erfahren, wie diese Story ausgeht, da es sicher nicht zu einem Gerichtsverfahren kommen wird, denn vorher "einigt" man sich mit anwältlichen Druck...
 
@Kobold-HH: naja das mit dem übersetzen ist so eine sache ... die übersetzung selbst gehört ja "eigentlich" dir, da jedoch die lizenzbedingungen (ich bin mir sicher bei büchern gibt so einen schmarn auch) die du mit dem kauf dieses buches akzeptieren würdest dir eine nachveröffentlichungen (posten im internet) und übersetzung nur mit erlaubnis des verlages gestattet sind hast du da ein problem. wenn der junge das ganze buch übersetzt und ins netz gestellt hätte hätte doch der verlag der harry potter in frankreich vertreibt und teuer übersetzen lassen muss einen verlust gemacht. vieleicht schaut die ganze sache bei sprachen wie klingonisch anders aus, aber ich denk das du trotzdem irgentwie eine erlaubnis brauchst die natürlich nicht billig ist
 
@besn: Ja, ich denke, so wie Du es schreibst, wird es sicher auch gehandhabt. Allerdings ist eine (nicht offizielle) Übersetzung immer eine "Interpretation" und eine Frage des individuellen Verständnisses des Lesers. Hier werden Sätze umformuliert und liegen nicht immer Sinngemäss vor. Man könnte dies quasi als "analoge Qualitätsverluste" bezeichnen, welche bei analogen Kopien früher immer einen negativen Einfluss auf den Content hatten.
 
@Kobold-HH: ... läßt sich ja auch nicht vermeiden, egal bei was für einer Übersetzung. Man muß halt die Information in ein anderes Konstrukt bringen, da ändert sich die Semantik nun mal (wenn auch nur geringfügig). Was den "Fall" angeht, werden einfach schon Bestimmungen -Verträge- existieren, die derartiges Vorgehen verbieten (=> also eine Lizenz). Darf sicher jeder ein "fremdsprachiges" Buch kaufen, und es sicher auch übersetzen, aber die Veröffentlichung ist dann wieder eine ganz andere Geschichte. Das dürften ja nicht mal "fremde" Verläge.
 
Harry Potter and the (financially) deathly translators.


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