
Kostenpflichtige Software geriet in den letzten Jahre immer mehr aus der Mode. Wenn es nicht um ganz spezielle Funktionen geht, sind die meisten Kunden nicht mehr bereit Geld für ein Produkt zu bezahlen, dessen Funktionen möglicherweise auch von kostenloser Software geboten werden.
Unter diesen Umständen verlassen sich auch immer mehr Softwareanbieter auf Werbeflächen in ihren Programmen, mit denen die Finanzierung ihrer Arbeit gewährleistet werden soll. Auch bei Microsoft hat man diesen Ansatz für sich entdeckt und will ihn unter Umständen bis auf die Spitze treiben.
Die Redmonder haben einen
Patentantrag auf eine Werbesoftware eingereicht, die auf dem Rechner des Nutzers nach Daten sucht, welche die Basis für die Anzeige von angepassten Werbeeinblendungen bieten können. Ähnliche Ansätze sind bei Online-Werbung schon seit Jahren Standard.
Die Software entspricht in weiten Teilen dem, was schon jetzt an werbefinanzierter Software erhältlich ist. Der große Unterschied sind jedoch die Nutzungsdaten, die auf dem PC des Anwenders gesammelt werden sollen. Dabei sollen offenbar auch einzelne Dateien gezielt durchforstet werden können.
Microsofts Patent sieht vor, die Werbesoftware in beliebigen Programmen einzubinden oder als eigenständige Anwendung laufen zu lassen. Sie soll in der Lage sein, Informationen zu Dokumenten, Musik, Statusmeldungen des PCs oder sogar E-Mails als Grundlage für angepasste Werbeeinblendungen zu sammeln.
Ob Microsoft den in der Patentanmeldung beschriebenen Ansatz jemals in einem eigenen Programm nutzen will, ist allerdings höchst fraglich. Schließlich würde die Software tief in die Privatsphäre des PC-Nutzers eindringen, was mit den Gesetzen einiger Länder kaum zu vereinbaren wäre. Vorerst dürfte es sich also nur um ein Konzept handeln.
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