Microsoft will Echtheitsprüfung an Dritte lizenzieren

Microsoft Microsoft plant am 1. Oktober neue Technologien für Softwareentwickler vorzustellen, die es ihnen ermöglicht Programmcode zu schützen und die aus Windows bekannte Aktivierung in ihren Produkten zu integrieren. Die Redmonder hatten schon vor drei Jahren eine derartige Initiative angekündigt.

Als Microsoft seine "Genuine Software" Initiative damals angekündigt hatte, war bereits davon die Rede, einige der Technologien die inzwischen in Windows und Office eingebaut sind auch für Drittanbieter zur Lizenzierung frei zu ergeben. Das jetzt angekündigte Angebot basiert jedoch nicht auf dem gleichen Konzept.

Stattdessen will man den Drittanbietern ein Paket aus sogenannten "Software Licensing and Protection Services" (SLP) Komponenten anbieten. Diese basieren auf Technologien die man im Januar mit der Übernahme des israelischen Unternehmens Secured Dimensions erworben hatte. Derzeit laufen bereits Tests mit einer Gruppe ausgewählter Partnerfirmen.


Das SLP-Angebot soll aus drei Elementen bestehen, die einzeln von Microsoft lizensiert werden können. Dabei handelt es sich zum einen um eine Art Code-Schutz-Software, mit der die Programmierer den Code so verschleiern können, dass kein Reverse Engineering mehr möglich ist. Zunächst wird jedoch nur .NET verwalteter Code unterstützt. Später soll jedoch auch nativer Win32-Code unterstützt werden.

Der zweite Teil des SLP-Angebots ist ist eine Art Key-Server, mit dem die Softwareanbieter Aktivierungssysteme in ihre Produkte integrieren können, so dass diese nur mittels eines Schlüssels genutzt werden kann. Auf diese Weise können die Firmen eine eigene Lizenzpolitik einführen, was vor allem für kleinere Unternehmen interessant sein dürfte.

Die dritte Komponente ist ein entsprechender Online Dienst der die Verwaltung von Softwarelizenzen auf Servern im Internet ermöglicht. Offenbar sollen alle MSDN Premium Kunden diesen Dienst in einer Basisversion nutzen können. Anscheinend denkt man auch darüber nach, eine Art offene Programmierschnittstelle für Echtheitsprüfungen anzubieten.
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reverse engineering wird immer möglich sein, nur erschwären können sies immer wieder :)
 
Kommerzielle Software ist nicht auf Windows begrenzt...
 
Wird also noch mehr Software geben, die quasi ohne Internet gar nicht mehr lauffähig ist, weils dauernd die Lizenz überprüft werden muß?
 
@mcbit: natürlich wirds weiterhin ohne Internet gehn...Telefonaktivierung gibts doch hoffentlich auch noch :P
 
@ Ev!L: erschreckende Zukunftsaussichten aber zum glück ja nur für legale Käufer falls es die dann noch gibt :)


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