Hardwaretest: Terratec Noxon 2 audio & Noxon iRadio

Hardware Online-Radio erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Wer die zahllosen Sender aus aller Welt hören will, muss im Normalfall eine entsprechende Software auf seinem PC laufen lassen. Es gibt jedoch eine weitere Möglichkeit, mit der man auf den Dauerbetrieb des Rechners verzichten kann. Eine Vielzahl von Herstellern bietet seit einiger Zeit eigenständige Empfänger für Online-Radiosender an. Auch die Firma Terratec, die vor allem für ihre Soundkarten bekannt ist, hat ihr Angebot in dieser Richtung erweitert. Unter dem Namen Noxon vertreibt das Unternehmen eine Reihe von Geräten, die unterschiedlich ausgestattet sind.


In unserem Kurztest wollen wir uns heute mit zwei der von Terratec angebotenen Webradio-Empfänger befassen, die sich nur durch ihr Äußeres unterscheiden. Jedes der Modelle ist durch sein Gehäusedesign für ein bestimmtes Einsatzgebiet geeignet - das Noxon iRadio passt mit seinem weißen, rundlichen Äußeren, das ein wenig an einen quer gelegten iPod erinnert, perfekt in die Küche oder das Bad, während das Noxon 2 audio eher im Wohnzimmer zu hause sein dürfte.

Technisches
Im Innern der beiden Geräte steckt die gleiche Technik, die Funktionalität ist ebenfalls weitestgehend ähnlich. Die Unterschiede bestehen offenbar lediglich in der anderen Gehäuseform und einigen Bedienelementen. Dem Noxon 2 audio sieht man seine Bestimmung als Wohnzimmergerät allerdings auch anhand des zusätzlich vorhandenen optischen Ausgangs und der Cinch-Anschlüsse an.


Der größte Unterschied ist, dass beim Noxon iRadio ein Lautsprecher verbaut ist. Dieser fehlt beim Noxon 2 audio, für das jedoch ein optionaler Lautsprecher erhältlich ist, auf den das Gerät einfach aufgesteckt wird. Wird dieser nicht zusätzlich erworben, kann die Tonwiedergabe nur über die beim iRadio nicht vorhandenen Cinch-Anschlüsse erfolgen.


Beide Geräte können über WLAN oder Ethernet in ein vorhandenes Netzwerk eingebunden werden, wobei sie jeweils die schnellere Verbindung verwenden. Sobald man sie das erste Mal einschaltet, vergeht bis zu einer halben Minute, bis ein Konfigurationsassistent durch die Einstellungen führt. Nach wenigen Schritten kann der Online-Musikgenuss losgehen.

Bedienung
Die Auswahl der Sender und die Bedienung kann sehr intuitiv erfolgen. Auch eine Fernbedienung wird mitgeliefert. Die Navigation durch die Menüs erinnert durchaus an die vom iPod oder dessen Gegenstücken von Creative bekannte Oberfläche. Mittels Hilfe der Pfeiltasten wird quasi quer durchs Menü navigiert, während die Einstellungen über eine Extra-Taste erreichbar sind.


Über das Menü sind weit über 2000 verschiedene Sender aus aller Herren Länder verfügbar. Diese lassen sich nach Genres oder Ländern zu durchstöbern und auch Podcasts sind verzeichnet. Favoriten können mittels eines "Smiley"-Knopfs ohne Umwege als solche definiert werden - ist der Lieblingssender in Missgunst geraten, drückt man einfach den Knopf mit dem unglücklichen Smiley.

Eigene Musik?
Die Terratec Noxon Webradios sind neben ihrer Funktion als Empfänger für Online-Radiosender auch in der Lage, Musik von einem im Netzwerk befindlichen Rechner wiederzugeben. Dazu muss eine Software installiert werden, die für alle gängigen Betriebssysteme zur Verfügung steht. Die Bedienung ist ebenso einfach, wie der Umgang mit den Radios selbst.


Im Menü des Radios taucht nach einer erfolgreichen Konfiguration der Punkt "MyServer" auf, über den die Musik vom Netzwerk-PC erreichbar ist. ID3-Tags werden unterstützt, so dass über das Display an den Radios selbst die Titel des jeweiligen Songs ablesbar sind.

Klang
Beim Noxon iRadio kann der eingebaute Lautsprecher trotz seiner nur acht Zentimeter Durchmesser und Mono-Sounds einen erstaunlich guten Klang erzeugen, was natürlich auch von der Bitrate des jeweiligen Musik-Streams abhängt. Beide Geräte klingen über die Cinchausgänge astrein, für höchstmögliche Qualität kann beim Noxon 2 audio wie erwähnt der optische Ausgang verwendet werden.

Negatives
Es gibt allerdings auch negative Punkte, bei denen Terratec durchaus noch nachbessern könnte. So ist das Display, das ebenfalls bei beiden Geräten gleich ist, zwar bei direkter Draufsicht gut ablesbar, doch sobald sich der Blickwinkel ändert, ist es damit vorbei. Schon wenn man nicht mehr ganz direkt auf das Display schaut, war es das mit der Lesbarkeit.


Teilweise geht auch das Umschalten zwischen den Sendern etwas stockend, was aber meist auf die nicht immer einwandfreie Verfügbarkeit des jeweiligen Senders zurück zu führen ist. Hinzu kommt, dass unter Umständen sehr viel Zeit vergeht, bis die Geräte einsatzbereit sind. Insgesamt sind die Nachteile jedoch eher unerheblich und treten im Alltag recht selten auf.

Praktisch & vielseitig aber nicht ganz billig
Die Noxon Internetradios sind insgesamt eine sehr interessante Alternative für Radiohörer, für die das Standardprogramm mittlerweile uninteressant geworden ist. Da fast unendlich viele Sender zur Verfügung stehen, kann beliebig gewechselt werden, ohne dass die Abwechslung verloren geht.

Wer bereit ist, den Preis von jeweils knapp 170 Euro für die beiden Webradios zu investieren, kann mit jedem der Geräte viel Spaß haben. Auch das Fehlen eines UKW-Empfängers für herkömmliches Radio fällt kaum ins Gewicht, denn eine Reihe deutscher Sender ist mittlerweile auch über das Internet empfangbar. Das schwache Display sorgt allerdings dafür, dass man zum Wechseln des Senders oft näher herantreten muss.

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