Vista: Beschleunigungsfunktionen nicht voll nutzbar?

Windows Vista Die von Microsoft in Windows Vista integrierten Beschleunigungsfunktionen ReadyBoost und ReadyDrive will Intel mit seinem "Turbo Memory" genannten Flash- Speicher nutzen, der direkt auf dem Mainboard des PCs untergebracht ist. Das Konzept ist Teil der neuen Notebook-Plattform "Santa Rosa", es bleibt jedoch den Herstellern überlassen, ob sie ihre Geräte letztenendes tatsächlich mit einem Turbo Memory Modul ausrüsten. Wie wir berichteten, scheuen einige Notebook-Produzenten jedoch die zusätzlichen Kosten und wollen ihr Produkte vorerst ohne Turbo Memory anbieten.

Bei Sony ging man sogar so weit, zu behaupten, dass ReadyBoost bzw. Turbo Memory und ReadyDrive, das unter anderem den Flash-Speicher der neuen Hybrid-Festplatten bedient, noch gar nicht richtig in vollem Umfang implementiert sei.

Microsoft wies dies umgehend energisch zurück, doch Sony scheint von seiner Argumentation nicht abrücken zu wollen und feuert sogar noch schärfer in Richtung Redmond. Gegenüber ZDNet UK bekräftigte man die Auffassung, dass TurboMemory und ReadyDrive erst mit dem Service Pack 1 voll nutzbar sein werden.

David Spaeth, der bei Sony für die VAIO-Notebook-Reihe zuständig ist, sagte, dass die Unterstützung für Turbo Memory und Hybrid-Festplatten während der abschließenden Arbeiten an Windows Vista kurz vor der Fertigstellung ausgelassen wurde. Microsoft habe sich entschieden, die Funktionen nicht in vollem Umfang zu implementieren, um die Markteinführung nicht weiter herauszögern zu müssen.

Deshalb würden aktuelle Systeme, bei denen Turbo Memory verbaut wird, dadurch nur einen Leistungszuwachs von 10 bis 15 Prozent erfahren. Nach Angaben von Intel sollte eigentlich eine Beschleunigung um das Doppelte erreicht werden, wenn es um Anwendungen geht, die sehr häufig auf die Festplatte zugreifen.

Um seine Behauptungen zu unterstreichen, wies Spaeth darauf hin, dass Vista derzeit nicht in der Lage sei, zu entscheiden, welche Programme und Dateien in den Turbo Memory Speicher ausgelagert werden müssen. Sony werde deshalb vorerst auf die Nutzung der Technologie verzichten und wahrscheinlich erst nach dem Erscheinen des Service Pack 1 entsprechende Notebook-Modelle anbieten, so Spaeth abschließend.

Microsoft hatte die Angaben von Sony zuvor zurückgewiesen und mitgeteilt, dass Windows Vista Turbo Memory unterstützt. Man habe mit Intel während der Entwicklung zusammengearbeitet und auf diese Weise sichergestellt, dass SuperFetch, ReadyDrive und ReadyBoost unterstützt werden. Man werde die Funktionen zwar weiter verbessern, es gebe aber keine Gründe für die Notebook-Hersteller auf den Einsatz von Turbo Memory zu verzichten.

Matt Ayers, der an der Entwicklung von ReadyDrive beteiligt war, hatte uns gegenüber auf eine frühere Anfrage bezüglich der Beschleunigungseffekte bei Hybrid-Festplatten gesagt, dass die Vorteile hauptsächlich beim Hochfahren des Rechners zu spüren seien.

Wird hingegen der Ruhezustand genutzt, sei ein Beschleunigungseffekt unter anderem davon abhängig, ob Daten gleichzeitig von den Plattern der Festplatte und dem bei Hybrid-HDDs zusätzlich integrierten Flash-Speicher gelesen werden können. Dies sei bei der aktuellen ReadyDrive-Implementation aber nicht zu erwarten.

Ob ReadyDrive und ReadyBoost in der RTM-Version von Windows Vista nun also wirklich in vollem Umfang unterstützt und genutzt werden, bleibt weiterhin fraglich. In unserem Vergleich zwischen Hybrid-HDD und normaler Festplatte konnten wir zwar eine Beschleunigung des Startvorgangs nachweisen, bei der Rückkehr aus dem Ruhezustand bestätigten sich jedoch die Angaben Ayers.
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