CCC: Nutzer vor Online-Durchsuchungen machtlos

Internet & Webdienste Glaubt man dem Chaos Computer Club (CCC), so ist der einfache Computernutzer gegen die geplanten heimlichen Online-Durchsuchungen so gut wie machtlos. Seit 2005 sollen diese Aktionen laufen, sie basieren allerdings auf keiner Rechtsgrundlage. Deshalb fordert Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble jetzt ein derartiges Gesetz. "Übliche Antivirenprogramme und Firewalls sind machtlos. Die Ermittler werden Schwachstellen nutzen, etwa im Mail-Programm oder Browser", sagt Constanze Kurz vom CCC gegenüber der Zeitung "Die Zeit". Allerdings soll man die Möglichkeiten nutzen, sich gegen die Eindringlinge zur Wehr zu setzen. "Die Ermittler werden es sich zweimal überlegen, uns anzugehen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass wir den Online-Spion aufspüren."

Allerdings musste sich Kurz auch einige Kritik gefallen lassen, beispielsweise, dass das Vorgehen der Behörden durchaus mit dem des Chaos Computer Club zu vergleichen ist. "Wenn der CCC in Systeme eingedrungen ist, dann um Sicherheitslücken aufzudecken - und nicht um jemanden auszuspionieren."
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