Ubuntu-Gründer: Kein "billiger Ersatz" für Windows

Linux Das vom US-Milliardär Mark Shuttleworth gegründete und unterstützte Linux-Projekt Ubuntu entwickelt sich immer mehr zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu Windows. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wollen die Entwickler das Betriebssystem jedoch nicht zu einem "billigen Ersatz" verkommen lassen.

Diesen Vorsatz nannte Shuttleworth kürzlich als einen der Gründe, warum die in Zukunft bei Dell in vorinstallierter Form erhältliche Version von Ubuntu Linux nicht mit Programmen wie WINE ausgeliefert werden soll, die den Betrieb von Windows-Software erlauben würden.

Linux sei zwar eine Alternative zu Windows, aber dennoch keine billige Kopie, so Shuttleworth gegenüber eWeek. Das freie Betriebssystem habe seine eigenen Stärken. Die Anwender sollten es wegen dieser Stärken einsetzen und nicht, weil sie einen billigen Ersatz für Windows suchen, sagte er weiter.

Der Betrieb einer Windows-Software unter Ubuntu sei höchstens als temporäre Lösung denkbar - zum Beispiel als Teil einer Migrationsplattform - und nicht als Weg in die Zukunft, der seiner Auffassung nach aus freier Software bestehen werden. Shuttleworth erteilte auch einer Art "Boot Camp für Ubuntu" eine Absage, da es bereits andere sehr vielversprechende Virtualisierungsansätze gibt.
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Milliardär ist der Junge?
 
@shiversc: Der Junge hat ja auch Thawte 99 für 500 Millionen US-Taler vertickt... Ich glaub der wird sich noch ein paar mehr Taler "zusammengespart" haben ^^
 
@shiversc: Ja und Weltraumtourist :)
 
Die Schwierigkeit liegt auch gar nicht am "billigen Ersatz" meiner Meinung nach. Ich benutze Ubuntu auf meinem Desktop, weil ich zu geizig war, mir Windows zu kaufen :) Ich muss sagen, dass mein PC deutlich besser läuft als das Windows bei meinem Vater. Aber das Problem ist auch gar nicht die Qualität von Ubuntu, sondern die Akzeptanz. Es gibt nunmal unfassbar viele Leute, die keine Zeit und Lust haben, etwas neues zu lernen, deshalb bleiben diese bei Windows. Und da kann etwas anderen noch so gut sein. Dass Interessierte (oder Geizige :)) sich ab und an von einem Linux überzeugen lassen, ist definitiv der Fall, aber sobald man im Unternehmen beispielsweise solche Migrationen andenkt, gerät man doch schnell an die Grenzen des Sinnvollen... Ich sitze hier in einem ziemlich großem deutschen Unternehmen mit >20k Mitarbeitern und wir haben das auch angedacht, auf Linux zu setzen. Aber die Schulungen, die nötig wären, kosten so viel, das ist nicht mehr feierlich :D


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