Vista: Microsoft hält Service Pack für weniger wichtig

Windows Vista Dass man bei Microsoft überzeugt ist, mit Windows Vista das bisher sicherste Windows-Betriebssystem auf die Beine gestellt zu haben, dürfte mittlerweile jedermann bekannt sein. Dass diese Meinung auch Auswirkungen auf den Umgang mit Updates haben wird, ist jedoch neu. Nach Auffassung von Microsoft soll ein "großes" Service Paket sogar unnötig sein.

Michael Sievert, der für die Vermarktung von Windows zuständig ist, sagte kürzlich, dass man zwar weiterhin Service Packs anbieten werde, ihnen aber weniger Bedeutung beimisst, da die meisten Kunden ihre Updates schon jetzt in Echtzeit über Windows Update erhalten. Sievert verwies zudem auf die hohe Qualität, die das Betriebssystem bereits ab Werk bieten soll.

Durch die hohe Qualität sei es wahrscheinlich nicht nötig, ein Service Pack zu veröffentlichen, das eine ebenso große Bedeutung und einen ähnlichen Umfang hat, wie das Service Pack 1 für Windows XP. Im Jahr 2002 hatte Microsoft ein 130 Megabyte großes Patch-Paket veröffentlicht, das die Gesamtleistung von Windows XP deutlich verbesserte.

Als Grund für den Wegfall eines großen Service Packs nannte Sievert weiterhin die bei der Entwicklung von Vista genutzten neuen Werkzeuge und Prozesse. Diese würden den Bedarf für ein umfangreiches Patch-Paket reduzieren, sagte er. Als Beispiel führte er die automatische Fehlerberichterstattung in den Vorabversionen von Windows Vista an, mit deren Hilfe viele Fehler bereits vor der Markteinführung ausgemerzt werden konnten.

Bisher gibt es nach Angaben von Sievert noch keinen Zeitplan für die Veröffentlichung des ersten Service Packs für Windows Vista. Andere Mitarbeiter hatten mehrfach das Ende 2007 als frühesten Termin genannt.
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Ich finde, ein Service Pack wäre dringend erforderlich. Ich benutze die 64bit Version (Testsystem) und warte sehnsüchtigts auf passende Treiber. :-)
 
[re:1] MarZ am 02.04.07 12:10 Uhr
(+1
@thorsten_blum: Dann warte bis die Hersteller deiner Komponenten 64Bit Treiber entwickelt haben.
 
@thorsten_blum: ??? Was hat jetzt das SP mit Treiber für deine Hardware zu tun??
 
@thorsten_blum: Ich habe auch ein 64 Bit System (Intel, G80) und habe keine Treiberprobleme bis lang. Viele Dinge, die bei Vista nicht so ganz gut laufen haben oft mit den noch in den Kinderschuhen stehenden Treibern zu tun, womit Microsoft nichts zu tun hat.
 
@Blackspeed zu @thorsten_blum: Da muss ich irgendwie wiedersprechen. Erstens soll die 64er-version gemäß Microsoft die selben PnP-Erkennungen und damit die selben Treiberinstallationen haben wie die 32er-Version und daher von der MS-Seite nachladen: mitnichten. Auch die Updates der Treiber für z.B. TV-Karten gibts bei der 64er nirgends, von diversen Board-Treibern (z.B. SiS) etc. ganz zu schweigen. Außerdem läßt sich auf der 64er (offiziell) KEIN unsignierter Treiber installieren, und diese Signatur gibts für die Industrie nur kräftig für Bares. Irgendwie hat man das Gefühl, dass MS die 64 (derzeit) noch gar nicht will. Da ist die meiner Meinung nach unqualifizierte Ignoranz unserer AMIs hinsichtlich der Marktbedürfnisse immer unverständlich gewesen, kann aber auch daran liegen, dass die Prozessorentwicklung für dieses OS-Segment noch kräftig am 64er Kern (ich träume vom RISC) vorbeischrammt und daher auch auf längere sicht nicht soviel Kohle zu machen ist, wie mit der 32er. Servicepakete sind übrigens immer notwendig, vorallem aber für unser (deutschsprachiges) Europa, wo Breitband beiweitem noch nicht so häufig ist, wie immer wieder kundegetan und beworben wird und eine einzige Updatesession ein zweimonatiges Downloadvolumen verbraten kann (an alle Breitbandbesitzer: Bitte mal durchschnittliche Verfügbarkeiten lesen, bevor unbedachte Äußerungen durch die Foren schwirren). SPs sind zwar unzweifelhaft für Administratoren interessant(er), aber die setzen große Mengen von Geräte meist gleichzeitig auf und benötigen eine möglichst schnelle Installation für nachinstallierte Geräte ohne jetzt verschiedene Updatefolgen einhalten zu müssen. (Eine ordentliche Vista-Installation mit Optimierung und Netzeinbindung benötigt übrigens deutlich mehr als die 20 Minuten aufspielen, nämlich ca 2 Stunden inklusive Einbindung der derzeit bereits verfügbaren Updates und Fixes und Treibernachinstallationen) Die Interesse bei Privatkunden liegt für Servicepakete liegt daran, dass diese ihre Systeme beiweitem öfter schreddern, als Businesskunden und damit rein statistisch 10-15mal so oft die selben Updates herunterladen (würden), als Businesskunden bezogen jeweils auf einen Einzel-PC. Zudem kommt, dass MS ab Windows XP in die Servicepakete nicht nur die (bereinigten) Patches, Hotfixes und Updates integriert, sondern auch Codebereinigungen vorgenommen hat welche über die Patches beiweitem hinausgehen und bestimmte unmaipulierbare Installationsreihenfolgen vorweisen und so das System im Endefekt deutlich stabiler wird. Vista hat zwar hier deutliche Vorteile, schleppt aber noch immer genug alte Probleme im Rucksack mit, nur dass der Benutzer diesen Rucksack nicht mehr selbst öffnen kann (darf). Die Servicepakete werden aber für MS spätestens dann wichtig werden, wenn (Geschäfts-)Kunden ihr Vista Versionsupgraden (was ja alles mit der Original-DVD geschehen kann und der Kunde keine weiteren Medien mehr benötigt und dies mit fallenden Preisen interessanter wird!). Da die Module dann alle von der DVD nachgeladen werden, sind Inkonsistenzen auf Grund des (für die Zukunft geplanten und derzeit bereits in deutlichen Ansätzen vorhandenen) modularen Betriebssystemaufbaus vorprogrammiert, da auf der DVD die jeweiligen Updates, Fixes etc. fehlen. Das hat sich schon nach nur zwei Monaten deutlich und nachvollziehbar bei unseren Kunden herausgestellt, da dann Fixes mehrfach installiert werden müssen - mit diversen absolut unlustigen Crash-Erfolgen. Abgesehen davon haben wir derzeit bereits drei unterschiedliche (ich betone: deutschsprachige) Auslieferungsversionen der Vista-DVD im Laden (binär verglichen). Und wenns die notwendigen SPs für Administratoren gibt, wird diese auch jeder Privatkunde benutzen. Für alle übrigens, welche auf ein Updatepack von "privat" warten, ein kleiner Dämpfer: MS hat bereits rechtliche Schritte gegen "Anbieter" von Updatepacks vorgenommen, welche Fixes mit WGA-VOR-Prüfung oder Check im Rahmen von gesamtinstallierenden Packs angeboten haben. Da die "freien" Fixes deutlich weniger werden, wird sich auch der Updatepackspass leider von alleine aufhören.


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