Microsoft-Forscher arbeiten an virtuellen Kopfhörern

Hardware Moderne Computer verfügen über zahlreiche Multimedia-Funktionen, darunter auch die Fähigkeit, Ton in hoher Qualität auszugeben. Videoportale, Web-Telefonie und andere Medienangebote lassen sich im Büroalltag meist nur mit einem Headset nutzen, das die Bewegungsfreiheit einschränkt, da sonst andere Mitarbeiter gestört werden könnten. Diesem Problem will man sich bei Microsoft nun annehmen. Die Forschungsabteilung arbeitet an einem Algorithmus, der die Steuerung der Tonausgabe so kontrollieren kann, dass nur eine Person die vom PC ausgegebenen Laute wahrnehmen kann. Auf diese Weise erhält man praktisch virtuelle Kopfhörer. Die Tonausgabe kann nur in einem eingegrenzten Bereich gehört werden.

Nur wenige Zentimeter neben dem "Fokuspunkt" der Tonausgabe ist schon nichts mehr zu hören. Da es sich um einen Algorithmus handelt ist man relativ unabhängig, was die Art der verwendeten Lautsprecher angeht. Primäres Ziel ist dennoch die Nutzung von Lautsprechern, die direkt im Gehäuse eines Displays untergebracht werden, berichtet TechnologyReview.

Um nicht nur auf eine feste Hörposition festgelegt zu sein, will Microsoft dafür sorgen, dass man mit Hilfe von Zusatz-Hardware nachvollziehen kann, wo sich der gewünschte Zuhörer im Raum befindet. Als mögliche Hilfsgeräte setzt man unter anderem auf eine Kamera und eine Reihe von Mikrofonen, die in Kombination mit spezieller Software eine Positionsbestimmung ermöglichen.

Der Ansatz selbst ist nicht neu und wird bereits seit Jahren in Radarsystemen des Militärs und Ultraschallgeräten eingesetzt. Die Technologie wird "Beamforming" genannt, wurde aber bisher nicht für die Ausgabe von hörbaren Tönen genutzt. Einige Hersteller haben bereits Produkte im Angebot, die das Konzept zwar in einer anderen Form nutzen, aber bisher nur zu sehr hohen Preisen erhältlich sind.

Genau an diesem Punkt will Microsoft mit seiner Forschung ansetzen. Das Endprodukt soll zu äußerst günstigen Preisen angeboten werden. Dabei soll nur ein minimaler Einrichtungsaufwand notwendig sein. Bis die Lösung ihre Marktreife erreicht, müssen noch zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Es wird also noch einige Jahre dauern, bis virtuelle Kopfhörer tatsächlich von einem breiten Publikum genutzt werden können.
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