IT-Branche spricht sich gegen Bundestrojaner aus

CeBit Führende Antiviren-Hersteller haben im Rahmen der CeBIT bekannt gegeben, dass sie in ihren Programmen keine Hintertür für den geplanten Bundestrojaner einbauen werden. Gezielte Angriffe könnten jedoch die Schutzmechanismen unter Umständen durchbrechen. "Wir dürfen nicht zwischen "bösen" und "guten" Trojanern unterscheiden. Wir haben für uns beschlossen, dass wir sie alle entdecken und stoppen wollen", so Mikko Hyppönen, Sicherheitsexperte bei F-Secure.

Bei Kaspersky sieht man die Lage ähnlich. "Sicherheitssoftware ist wie ein Metalldetektor am Flughafen. Wenn er eine Waffe erkennt, schlägt er Alarm, egal ob sie von Terroristen oder von der Polizei ist", so das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Wie Trojaner ihre Arbeit verrichten, präsentierte ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Neben dem Überspielen der Trojaner auf einen Computer, bestehe generell auch die Gefahr vor Handy-Trojanern. Mit diesen sei es beispielsweise möglich, das Mikrofon des Telefons zu aktivieren und unbemerkt Gespräche zu belauschen.
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