CeBIT: Vista SideShow Notebook - Review & Ausblick

CeBit Mit Windows Vista SideShow hat Microsoft eine neue Technologie auf den Markt gebracht, die es erlaubt, über einen zusätzlichen Bildschirm Informationen einzusehen, die auf einem Computer mit dem neuen Betriebssystem gespeichert sind, ohne das System selbst hochfahren zu müssen. Der Ansatz steckt derzeit noch in den Kinderschuhen, mit Asus hat aber ein prominenter Computerhersteller bereits SideShow-Produkte in sein Programm aufgenommen. Auf der CeBIT zeigt das Unternehmen unter anderem den seit langem angekündigten ersten Laptop mit einem SideShow-Display im Display-Deckel.

Bei dem Asus W5FE handelt es sich um ein Sub-Notebook mit einem 12-Zoll-Display im WXGA-Format, das mit einem Intel Core 2 Duo T5600 Prozessor (1,83 GHz) und 1 Gigabyte DDR2-RAM ausgestattet ist. Die Grafikdarstellung wird über die im Intel 945GM Chipsatz integrierte GMA950 Lösung realisiert, die auch die neue Benutzeroberfläche von Windows Vista in vollem Umfang nutzbar macht.

Hinzu kommen eine 120 Gigabyte große SATA-Festplatte mit 5400 Umdrehungen in der Minute, WLAN, Bluethooth, Webcam, DVD Double-Layer Brenner und natürlich das Außendisplay im Deckel. Dieses bietet eine Bildschirmdiagonale von 2,8 Zoll und eine QVGA-Auflösung von 320x240 Pixeln.


Auf dem integrierten Flash-Speicher mit einem Gigabyte Kapazität können Informationen verschiedenster Art abgelegt werden. So ruft das auf dem Gerät enthaltene Outlook-Gadget die letzten 100 E-Mails und auch Kalenderdaten vom Hauptsystem ab. Musik, Bilder und ähnliches können ebenfalls mit Hilfe von Gadgets auf dem Display eingesehen werden.

Die Aktualisierung der Inhalte erfolgt immer nach dem Start des Hauptsystems. Die auf dem SideShow-Gerät kommen die gleichen Minianwendungen zum Einsatz, wie auf dem Windows-Desktop - zumindest offiziell - tatsächlich handelt es sich derzeit noch um angepasste Versionen. Dies soll sich in naher Zukunft ändern, so dass die Gadgets sowohl in der Sidebar von Windows Vista, als auch auf bei SideShow-Geräten nutzen lassen.

Als Praxisbeispiele nannte Asus die Möglichkeit im Flugzeug oder Auto unterwegs auf die letzten aktuellen E-Mails zuzugreifen, um Informationen zu Terminen oder ähnlichem abzurufen. Weiterhin können auch Spiele genutzt werden, beim W5FE ist zum Beispiel eine Variante des von Windows bekannten Solitär enthalten.

Asus betonte mehrfach, dass es sich noch um den Anfang der Entwicklung handelt, was bedeutet, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden können. Da es sich jedoch um ein offenes System handelt, können auch unabhängige Software-Entwickler Gadgets für SideShow-Geräte entwickeln und sich an die Bedürfnisse bestimmter Nutzergruppen richten.

Der von Asus präsentierte Laptop ist vor allem für Business-Anwender gedacht und kann ab sofort zum Preis von 2099 Euro erworben werden. Das SideShow-Display ist bei dem Gerät fest integriert, kann also nicht abgenommen werden. Die Vision des Herstellers ist es, das Konzept mit Handys bzw. Smartphones und anderen Endgeräten zu kombinieren.


Microsoft arbeitet derzeit auch an der Möglichkeit, Gadgets von Windows Vista auf Windows Mobile Telefonen nutzbar zu machen, so dass diese Idee durchaus in naher Zukunft Realität werden könnte. Asus hat, wie wir bereits berichteten, auch bereits SideShow-Displays für die Nutzung mit Desktop-PCs entwickelt, die Zusammen mit speziellen Vista-Mainboards vertrieben werden.

Wir hatten auch die Möglichkeit uns mit dem SideShow-Display des nach rund einem Jahr Entwicklungsarbeit fertiggestellten Asus W5FE zu beschäftigen. Dabei zeigte sich, dass die Nutzung bereits nach einer kurzen Eingewöhnungszeit flüssig von der Hand geht, da der Aufbau der Menüstruktur sehr einfach gehalten ist.

Die Benutzeroberfläche wurde an das Design von Windows Vista angepasst, Transparenz und ähnliche Effekte, werden aber nur rudimentär unterstützt. Es gibt durchaus noch Verbesserungsbedarf, was die Darstellung der Inhalte angeht. E-Mails werden zum Beispiel vor einem blauen Hintergrund im Vista-Stil angezeigt, wodurch die Lesbarkeit etwas leidet.

Positiv fällt die Anzeige des Batteriestatus' des Host-Systems auf, die auch ohne Windows Vista zu starten eine ungefähre Auskunft darüber geben kann, wie lange ein Betrieb noch möglich wäre. Insgesamt zeigt sich, dass mit SideShow ein interessanter Ansatz gefunden wurde, häufig benötigte Informationen auch ohne ein Einschalten des Computers abzurufen.

Einzig die Anbindung des SideShow-Geräts über USB scheint nicht ganz zukunftssicher. In dieser Hinsicht wäre die Nutzung von Bluetooth vielleicht eine gangbare Lösung, so dass die Synchronisation zwischen Notebook und Smartphone im Alltag vollkommen unbemerkt bleiben kann, benötigte Informationen aber bei Bedarf ohne viel Aufwand abrufbar sind.
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