Samsung zeigt Grafikspeichermodule mit 4 Gigahertz

Hardware Samsung ist nicht nur einer der größten LCD-Hersteller, sondern ist auch in zahlreichen anderen Bereichen des Elektronikmarktes aktiv. Seit Jahren fertigen die Koreaner auch Speicherchips für Computer und Grafikkarten und gehören auch in dieser Sparte zu den führenden Anbietern. Derzeit arbeitet man bei Samsung an einer neuen Generation von Speichermodulen für Grafikkarten. Diese sogenannten GDDR4-Speicher kommen bereits bei einigen neuen Produkten von Nvidia und ATI zum Einsatz, bisher sind sie jedoch dem High-End-Bereich vorbehalten.

Wie Samsung kürzlich durchblicken ließ, hat man nun eine neue Art von GDDR4-Speicher entwickelt, der rund 40 Prozent schneller arbeiten kann, als man bisher angenommen hatte. Einen Nachteil hat die Neuerung jedoch - die Module benötigen etwas mehr Strom.

Laut Medienberichten präsentierte Samsung vor kurzem erste GDDR4-Chips mit 512 Megabyte Kapazität, die in einem 80-Nanometer-Prozess gefertigt werden und mit einer Spannung von 1,4 bis 2,1 Volt arbeiten können. Bei 2,0 Volt lassen sich dabei Taktraten von 4 Gigahertz und Transferraten von 4 Gigabyte pro Sekunde erreichen.

Die Spannung liegt dabei etwas höher als bei der aktuellen Generation von GDDR4-Modulen aus dem Hause Samsung, die offiziell mit bis zu 1,9 Volt arbeitet. Mit den neuen Chips ließen sich unter Verwendung derzeitiger Grafikkarten, die mit einem 256-Bit Speicherbus arbeiten, im Vergleich zu ATIs bisherigem Flaggschiff Radeon X1950XTX ungefähr doppelt so hohe Transferraten erreichen.

Wenn die neue Generation GDDR4-Speicher auf der kommenden Grafikkartengeneration mit 512-Bit Speicherbus zum Einsatz kommen, würde die Leistung ungefähr drei Mal so hoch sein wie bei Nvidias derzeitigem Topmodell GeForce 8800GTX. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass GDDR4 in diesem Jahr die Grenze von 2,8 Gigahertz erreichen würde.

Ab 2008 erwartete man dann bereits GDDR5-Module mit 3,5 bis 4,0 Gigahertz, doch die Hersteller dürften ihre Planungen nach Samsungs neuen Entwicklungen noch einmal überdenken und höhere Werte ansetzen. Derzeit gibt es jedoch noch eine Beschränkung, die verzögernd wirkt. Durch die Grenzen der Physik lassen sich derartig hohe Taktfrequenzen auf aktuellen Platinen nicht erreichen. Bisher gibt es keine Grafikkarte, deren Speicher mit 2,4 oder mehr Gigahertz arbeitet.
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