CCC warnt vor der biometrischer Vollerfassung

Sonstiges Obwohl das Bundesministerium des Innern (BMI) stets versicherte, dass es keine zentrale Speicherung der biometrischen Daten geben wird, hat am Freitag der Bundesrat gefordert, sowohl die Gesichtsbilder als auch die Fingerabdrücke der Bürger in einer zentralen Datenbank für immer zu speichern.

Bevor die Fingerabdrücke an den Meldeämtern überhaupt abgeben werden müssen, steht die zentrale Datenbank bereits vor der Tür. Der CCC betont, dass die Speicherung in einer zentralen Datenbank ein Risiko für die Sicherheit der sensiblen biometrischen Daten darstellt. Diese zentrale Erfassung bietet deutlich einfachere Zugriffsmöglichkeiten für Datenverbrecher.

Polizei und Ordnungsamt sollen nach dem Willen des Bundesrates auf diese Datenbank ohne weiteres, z. B. zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten, zugreifen können. Dabei soll es ohne jegliche Kontrolle einen "automatisierten Abgleich mit erkennungsdienstlichen Dateien der Polizeivollzugsbehörden" geben. Das heißt praktisch, dass jedem Bürger beispielsweise bei Geschwindigkeitskontrollen wie einem Schwerverbrecher Fingerabdrücke abgenommen werden. Diese Abdrücke können dann beispielsweise mit der AFIS-Datenbank (automatisches Fingerabdruck- Identifizierungssystem), die EU-weit mehrere Millionen Fingerabdrücke gespeichert hat, abgeglichen werden.

In der Praxis ist bei den automatisierten Abfragen mit sehr vielen fälschlich als Verbrecher identifizierten Unschuldigen zu rechnen. Ein Großteil der Bevölkerung, insbesondere Senioren, Jugendliche und Frauen, besitzt keine ausgeprägten Fingerabdrücke, was zu Fehlidentifizierungen führt. Dies wurde durch eigens vom BMI in Auftrag gegebene Studien belegt.

Außerdem ist ein massiver Datenabgleich gegen eine biometrische Datenbank in dieser Dimension noch nie getestet worden. Es handelt sich also ein weiteres Mal um einen leichtfertigen Feldtest an der lebenden Bevölkerung.
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Erstmal ein dickes Lob an xylen - Du greifst auch mal Themen auf die wichtig sind und Roland eher links liegen lässt. Ein bisschen Kritisches wie bei heise gehört auch hier her. (at)News: Ich sehe wie der CCC das größte Risiko in der Speicherung der Daten. IT kann immer mal anfällig sein, erst Recht wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Das ganze ist für mich nur ein weiterer Schritt in die Totalüberwachung, wo es gilt die DDR zu toppen. Ich jedenfalls werde mich so lange wie möglich dagegen wehren und hoffe nur das es nie so weit kommen wird.
 
der totale Überwachungsstaat. ......
 
@*Bugbear*: Och davon sind wir noch weit entfernt. Schau mal nach England rüber, da kannste nichtmal mehr unbemerkt eine Zigrattenkippe wegschnipsen, weil du dann per Megaphone dazu aufgefordert wirst, diese gefälligst richtig zu entsorgen. Tust du das nicht, wirst du auf Schritt und Tritt weiter überwacht und innerhalb von Minuten verhaftet und darfst dann richtig blechen. Kein Schnack, das lief gestern im TV.
 
@dReamcatcher: Da irrst du dich, wir sind vom totalen Überwachungsstaat nicht weit genug entfernt, IMHO. Und an anderen Ländern müssen wir uns in der Hinsicht keine (negativ) Beispiele nehmen. Warum auch? Um dann später doch so zu werden? Nein danke.
 
@*Bugbear*: Es wird langsam nach und nach alles wie in einem schlechten Science Fiction Film. Wozu soll das alles gut sein?! Dagegen gehört was unternommen! Viva la Revolution!!


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