Verbraucherschützer wollen Öffnung vom Apples DRM

Internet & Webdienste Das Thema Digital Rights Management hat in den letzten Wochen wieder an Aktualität gewonnen, nachdem der Apple-Boss Steve Jobs in seinem offenen Brief "Gedanken über Musik" über DRM-freie Musik geträumt hat, wenn da nicht die großen Plattenlabels wären. Ausgerechnet Apple ist jetzt in das Visier der Verbraucherschützer geraten, da das Rechtesystem FairPlay, mit dem alle Songs aus dem Music Store iTunes versehen sind, das Abspielen der Musik auf anderen Geräten als dem iPod verhindert. Die einzige Möglichkeit, dies zum umgehen, ist das Brennen der Dateien als Audio-CD sowie das anschließende Rippen der CD in das kopierschutzfreie MP3-Format.

Das deutsche Verbraucherschutzministerium hat nun gemeinsam mit Verbraucherschutzverbänden eine "Charta für Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt" erstellt. Darin wird gefordert, dass Anbieter von Musikläden ihre geschlossen Systeme öffnen müssen, um dem Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten. Ziel ist es, diese Charta auf europäischer Ebene zu verankern. Auf einer Konferenz der europäischen Verbraucherschutzminister im März soll das Grundsatzpapier vorgestellt werden.
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