Verbot von Killerspielen: Branche würde abwandern

PC-Spiele Da in Deutschland weiterhin über ein Verbot von so genannten "Killerspielen" diskutiert wird, denken einige Unternehmen dieser Branche bereits darüber nach, in das Ausland zu gehen. Das sagte der Geschäftsführer der Berliner Games Academy, Thomas Dlugaiczyk.

Auch die Publisher, die die Spiele vermarkten müssen, äußerten sich besorgt. "Sinnvolle Regeln zum Jugendschutz begrüßen wir, aber der aus Bayern eingebrachte Entwurf schießt über das Ziel hinaus", sagte Niels Bogdan, Sprecher von Ubisoft. Vor allem über die Definition des Begriffs "Killerspiel" muss man sich in der Politik noch einig werden.

Das Sofortprogramm zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor extrem gewalthaltigen Computerspielen, dass vom Bundesfamilienministerium kürzlich beschlossen wurde, sorgt vor allem beim Bundesverband für interaktive Unterhaltungs-Software für Bedenken. Demnach sei es kaum mehr möglich, eine Grenze zwischen gewaltfrei und gewalthaltig zu ziehen. "Selbst die Moorhuhn-Jagd ist gewalthaltig", sagt Olaf Wolters, Gschäftsführer des Bundesverbands.
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Es ist schon eine traurige Realität, wenn unsere Politiker nicht mehr zwischen Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden können. Stoiber meinte zu 3D-Ballerspielen lapidar "Dreck". Fundierter ging es für die CSU nicht. Mittlerweile ist erwiesen, dass solche Spiele kaum einen Einfluss auf die Psyche eines Spielers hat. Kaltherzigkeit, Armut und staatliche Willkür rufen viel mehr Aggressionen hervor. Vielleicht sollte man mal darüber eine öffentliche Diskussion starten. Mal gucken ob sich der eine oder andere Politiker dann selbst verbietet. Das ganze ist nur noch ein albernes, Stimmen-deppenfang-Theater. Dumme-Leute-Politik, oder nennen wir sie mal einfach "abgehängte Gesellschaft". :)) So nennen die ja ihr Produkt, den ärmeren Teil dieser Gesellschaft. Lieber arm, als dumm im Kopf heisst das Motto.
 
@PCLinuxOS: Dieser Beitrag war mir ein "+" wert, besonders diese Stelle : "Kaltherzigkeit, Armut und staatliche Willkür rufen viel mehr Aggressionen hervor."
 
@PCLinuxOS: dito (+)
 
@PCLinuxOS: Ebenfalls ein + von mir! Du sagst genau das was ich mir jeden Tag denke, wenn diese Nachrichten mal wieder durch den Ticker laufen. Die Politik will durch solche dämlichen Diskussionen doch nur von den wahren Problemen in diesem Land ablenken. Die Leute denken alle "oh gut, endlich wird mal was gegen Jugendgewalt gemacht", und sind oft zu dumm, zu begreifen das die Spiele nichts damit zu tun haben. Vermutlich würde eine Verbesserung des Schulsystems, mehr möglichkeiten für preiswerte Jugendaktivität, und allgemein eine Änderung der momentanen Weltanschauung, "wer arm ist, ist assozial", viel mehr bringen.
 
@PCLinuxOS: Spiele haben definitiv einen Einfluss auf die Psyche! Bei einem Kind umso mehr, da dieses "noch formbar" ist. Bewiesen ist dies auch und sollte eigentlich jedem einleuchten, der in seiner Argumentation Schlagworte wie "soziales Umfeld", "Eltern", "Erziehung" etc. verwendet. Imho gehören ein Vielzahl von Spielen nicht in Kinderhände. Ein "gesunder Umgang" sollte zwischen Herstellern, Politik, Eltern und Kindern vorhanden sein, um einen gewissen Schutz zu bieten. De totalen Schutz gibt es nicht und wird es nie geben. Aber gar nichts zu machen ist genauso verwerflich wie den von der CSU gemachten Vorschlag des Totalverbots! Denkt mal bitte ein Minute unvoreingenommen drüber nach.


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