Gesetzgeber mit Sofortprogramm gegen 'Killerspiele'

PC-Spiele In der letzten Woche sorgte der vom Freistaat Bayern vorgelegte "Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Jugendschutzes" für Aufregung, mit dem man Kinder und Jugendliche besser vor Computerspielen schützen will, die Gewaltdarstellungen enthalten. Nun hat Familienministerin Ursula von der Leyen noch schärfere Maßnahmen angekündigt.

Zusammen mit dem Land Nordrhein-Westfalen, das für die USK verantwortlich ist, hat sie ein Sofortprogramm vorgelegt. Unter anderem sollen die Jugendschutzvorschriften geprüft werden, einige Regelungen sollen jedoch sofort umgesetzt werden, noch bevor die Prüfung der vorhandenen Gesetze abgeschlossen ist.

Das Sofortprogramm sieht vor, dass Inhalte wie Spiele, Videos und DVDs, bei denen die Darstellung von Gewalt vorherrscht, also keine Gewaltverherrlichung gegeben sein muss, ohne eine Prüfung der Bundesprüfstellefür jugendgefährdende Medien verboten werden können. Betroffene Titel dürfen dann nicht mehr beworben und nur noch bestimmten Geschäften an Erwachsene verkauft werden.

Man wolle gegenüber den Herstellern und dem Handel ein deutliches Signal setzen. Wer betroffene Spiele in Zukunft an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verkauft, macht sich strafbar, so von der Leyen. Teil des Sofortprogramms ist auch die Möglichkeit, Spiele zu verbieten, in denen deutlich dargestellte Gewalt mit dem erreichen eines weiteren Levels belohnt oder auf diesem Weg "Leben gesammelt" werden. Auch Titel in denen "Mord- oder Metzelszenen detailliert dargestellt werden" sollen einfacher verboten werden können.

Auch die Größe der Alterskennzeichnung auf den Verpackungen von Spielen und Filmen soll wachsen. Bisher seien die Hinweise "fast nur mit der Lupe zu lesen", so von der Leyen. Die Kennzeichnung soll nun ähnlich deutlich erfolgen wie auf Zigarettenpackungen, forderte die Familienministerin. Mit Testkäufen will man die Umsetzung der neuen Regelungen überprüfen. Das Verkaufspersonal soll beim Bezahlen von der Kasse automatisch auf Jugendschutzprobleme hingewiesen werden.

Mit Hilfe von Initiativen will die Familienministerin außerdem die Eltern auf das Problem der Gewaltspiele aufmerksam machen.
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