 TomTom, ein Hersteller von Satellitennavigationsgeräten, hat Probleme eingeräumt, die dazu geführt haben, dass eine geringe Stückzahl des Navi-Systems GO 910 mit Schad-Software ausgeliefert wurden. Die Geräte, welche zwischen September und November 2006 produziert wurden, können angeblich einen Virus enthalten.
Mittlerweile will TomTom die nötigen Maßnahmen ergriffen haben, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Berichten von Bloggern zufolge sollen die betroffenen Geräte mit den Trojanern Perlovga.A und Drop.Small.qp ausgeliefert worden sein. Der Schad-Code findet sich in den Dateien copy.exe und host.exe auf der Festplatte.
TomTom selbst hat die Art der Schad-Software bis dato nicht bestätigt. Das Unternehmen empfiehlt dennoch allen Besitzern eines GO 910, ihre AntiVirus-Software zu aktualisieren und die Viren zu löschen, falls Alarm ausgelöst wird. Man teilte weiterhin mit, dass nur eine äußerst geringe Gefahr bestehe, die Funktion der Geräte werde nicht beeinträchtigt.
Betroffene Kunden können die infizierten Dateien bedenkenlos von ihrem Virenscanner entfernen lassen, so TomTom. Während der Fahrt geht von den Viren keinerlei Gefahr aus. Der Hersteller konnte bisher keine Angaben darüber machen, wie die Schad-Software auf seine Navis gelangen konnte. Möglicherweise war jedoch einer der für die Qualitätskontrolle eingesetzten Computer infiziert.
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