Vista: Upgrade setzt aktivierte XP-Installation voraus
Wer bisher von einer älteren Version des Betriebssystems Windows auf Windows XP umsteigen wollte, konnte dabei Geld sparen, in dem man einfach eine Upgrade-Version kaufte und während der Installation die CD einer älteren Ausgabe einlegte. Mit Windows Vista schafft Microsoft diese Option ab.
Bisher war es möglich, eine vollwertige Installation von Windows XP auch mit einem Upgrade-Medium durchzuführen, wobei man während des Setup-Vorgangs um das Einlegen einer CD von Windows 98 oder 2000 gebeten wurde, anhand der ermittelt wurde, dass der Kunde tatsächlich im Besitz einer älteren Ausgabe von des Betriebssystems ist.
Diese Methode funktioniert nun nicht mehr, da für die Installation eines Upgrades auf Windows Vista nun definitiv eine ältere Windows-Ausgabe bereits auf dem jeweiligen Computer vorhanden sein muss. Diese muss bereits bei Microsoft auf ihre Echtheit geprüft und aktiviert worden sein, sonst ist kein Upgrade auf Windows Vista möglich.
Viele Anwender wählten bisher die Upgrade-Version von Windows, weil sie noch im Besitz der Installationsmedien älterer Ausgaben des Microsoft-Betriebssystems waren. So ließ sich Geld sparen und der Vorgang funktionierte auch mit kopierten CDs. Microsoft will diesem Treiben mit den Änderungen, die auch in der Knowledge Base dokumentiert werden, offenbar entgegenwirken.
Microsoft hat die Änderung in mehreren E-Mails an besorgte Kunden bestätigt. Sollte das Upgrade von Windows XP auf Windows Vista fehlschlagen, wird das System in den Ursprungszustand zurück versetzt, so dass keine Schäden entstehen sollten. Während des Upgrades wird Windows XP nie vollständig entfernt, um ein "Roll Back" zu ermöglichen.
Ergänzend ein Statement von Daniel Melanchthon von Microsoft Deutschland: "Lediglich das Setup muss aus einer laufenden Windows XP-Installation gestartet werden. Man muss jedoch nicht zwingend ein Upgrade von Windows XP durchführen, wenn man das Setup von Windows aus startet. Man kann natürlich auch sauber neu installieren. Die Einschränkung besteht also darin, dass das Setup nicht direkt durch Booten von der DVD ausgeführt werden kann. Wenn man die benutzerdefinierte Installationsvariante ausgewählt hat, kann man auch Windows Vista in die gleiche Partition installieren, in der sich Windows XP befindet. Die dann obsolete Windows XP-Installation wird dann vor dem sauberen neu installieren von Windows Vista in die Ordner Windows.old, Programme.old und Dokumente und Einstellungen.old aussortiert. Diese Ordner lassen sich später problemlos löschen, wenn man keine Daten daraus mehr benötigt - am einfachsten mit dem mitgeliferten Programm Datenträgerbereinigung."
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