Vista: Integriertes AntiSpyware-Programm nutzlos?

Windows Vista Parallel zur Entwicklung von Windows Vista arbeitete Microsoft bis vor einigen Monaten auch an Windows Defender, einem AntiSpyware-Programm, das seit einiger Zeit für Windows XP zum kostenlosen Download bereitsteht und auch in dem neuen Betriebssystem integriert ist. Da Microsoft damit in das Territorium zahlreicher kleinerer Anbieter von AntiSpyware-Lösungen vorstößt, sorgen sich die Unternehmen berechtigterweise um ihre Kunden. Geht es allerdings nach Webroot, einem Hersteller aus diesem Bereich, müssen sich die Firmen wegen Windows Defender keine Gedanken machen.

Webroot bezeichnet Defender als uneffektiv, langsam und wenig leistungsfähig. Man begrüße zwar Microsofts Bemühungen, die Nutzer von Windows besser zu schützen, doch die in Vista integrierte AntiSpyware- und AntiVirus-Software sei noch lange kein ausreichender Schutz, so Gerhard Eschelbeck, Webroots Chief Technology Officer.

Webroot ist vor allem für sein Produkt Spy Sweeper bekannt, das inzwischen auch als Virenscanner taugt. Das Unternehmen hat sich das Konkurrenzprodukt von Microsoft genauer angesehen und eigene Tests durchgeführt. Dabei will man Belege für die Mängel von Windows Defender gefunden haben. Nur ein kleiner Teil der im Test verwendeten Spyware wurde gefunden, heißt es.

Insgesamt habe Windows Defender mit 84 Prozent den überwältigenden Teil der Schad-Programme nicht erkannt. Dies sei nicht die von den Anwendern erwartete Leistung, so Eschelbeck. Das eigene Produkt konnte hingegen alle Bedrohungen effektiv abwehren, sagte er weiter.

Seinen Angaben zufolge liegt das Problem hauptsächlich bei den zu selten erscheinenden Aktualisierungen der Definitionsdateien von Windows Defender. Es sei einfach nicht ausreichend, wenn Updates nur alle sieben bis zehn Tage veröffentlicht würden. Die Anwender hätten nicht eine Woche Zeit, um sich vor neuen Bedrohungen aus dem Internet zu schützen.

Um Vorwürfen entgegen zu wirken, dass Webroot mit seinen Angaben nur Versuche seine eigenen Produkte in den Vordergrund zu rücken, sagte Eschelbeck, dass die Zahlen von anderen Unternehmen bestätigt werden können. Man habe nur die tatsächlichen Daten wiedergegeben. Windows Defender sei nicht mit dem Standard der Sicherheitsindustrie vergleichbar. Microsoft ließ nur verlauten, dass man sicher sei, dass Windows Defender die Nutzung des Betriebssystems sicherer machen könne.
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