Microsoft: Bezahlte Änderung von Wikipedia-Artikeln?

Microsoft Ein australischer Software-Entwickler hat mit einem Eintrag in seinem Weblog für Aufsehen gesorgt, in dem es heißt, dass ihm von Microsoft Geld angeboten wurde, wenn er für das Unternehmen Änderungen an den Wikipedia-Einträgen zu den Dateiformaten OpenXML und Open Document vornehmen würde. Rick Jelliffe, so der Name des Mannes, der sich selbst als Verfechter von Standards bezeichnet, will das Angebot nach eigenen Angaben annehmen. Microsoft habe ihn kontaktiert, weil das Unternehmen nach jemandem sucht, der unabhängig aber positiv eingestellt ist. Die Redmonder hätten in gebeten, für ein Gleichgewicht in den Wikipedia-Artikeln über OpenXML und ODF zu sorgen.

Jelliffe benutzt nach eigener Aussage nur selten Microsoft-Produkte und geht nicht davon aus, dass er als "Fan" des Software-Riesen gilt. Er nimmt das Angebot der Redmonder nicht als Bestechungsversuch auf, in dessen Rahmen er sich positiv äußern soll, sondern als Versuch Fehler zu korrigieren.

Seine Mitteilung sorgte sogleich für Aufruhr unter den Lesern seines Blogs und in den Weiten der sogenannte Blogosphäre. Mittelpunkt der Diskussion ist der Gedanke von einem Unternehmen bezahlt zu werden, um Einträge bei Wikipedia zu ändern. Ein Entwickler des Open Document Formats ging sogar soweit zu behaupten, dass der entsprechende Artikel in der Online-Enzyklopädie nun nur noch mit Vorsicht zu lesen sei.

Die Betreiber von Wikipedia stehen dem Ansatz, von der Wirtschaft bezahlte Editoren auf ihre Einträge zugreifen zu lassen, eher skeptisch gegenüber. In den meisten Fällen werden Versuche über die Online-Enzyklopädie Marketing zu betreiben umgehend unterbunden. Dies könnte auch im Fall von Jelliffe der Fall sein.

Da der Australier durch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit aber in Zukunft unter genauester Beobachtung stehen wird, wenn er Wikipedia-Einträge verändert, dürften sich auf Dauer keine Verfälschungen einschleichen, da viele andere Nutzer mit eigenen Änderungen auf möglicherweise zu positive Angaben reagieren werden, so Vertreter von Wikipedia.

Microsoft selbst hat Jelliffes Äußerungen bisher nicht bestätigt. Besonders pikant ist an dem Fall jedoch, dass es gerade um die Dateiformate OpenXML und ODF geht. Schließlich versuchen zahlreiche Firmen und die Open-Source-Gemeinde mit dem Open-Document-Standard ein Gegengewicht zu Microsofts Office-Formaten zu schaffen. OpenXML ist das Standardformat von Office 2007.
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