Vista: Microsoft verteidigt integrierte DRM-Funktionen

Windows Vista Im Dezember letzten Jahres machte der IT-Experte Peter Gutmann von der neuseeländischen Universität Auckland mit einem Schriftstück auf die DRM-Funktionen von Windows Vista aufmerksam. In der Folge wurde Kritik an Microsofts Zusammenarbeit mit der Inhalteindustrie laut, da der Nutzer Einschränkungen hinnehmen muss.

Nun hat Microsoft mit einem Eintrag im Windows Vista Blog zu den Behauptungen Gutmanns Stellung genommen. In Form von 20 Fragen und Antworten will man über die Funktionen für das digitale Rechtemanagement informieren und die Bedenken möglicher Käufer ausräumen. Wichtigster Punkt: Windows Vista soll durch die DRM-Systeme nicht weniger verlässlich arbeiten, stattdessen soll die Qualität von Videotreibern sogar besser sein, als ohne DRM.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Schutzmechanismen nur bei Inhalten greifen, bei denen der Anbieter dies auch fordert. Die Redmonder lassen also die Musik- und Filmfirmen selbst entscheiden, welche Maßnahmen sie zum Schutz ihrer Produkte ergreifen wollen. Windows Vista setzt diese dann entsprechend mittels Rechtemanagement durch.

Gutmann warf Microsoft in seinem Aufsatz weiterhin vor, dass der Kunde mit einem Leistungsverlust seines Computers rechnen muss, wenn DRM-Funktionen genutzt werden. Microsoft gesteht dies in seiner Stellungnahme ein, verweist aber darauf, dass nur so ein ausreichender Schutz für kommerzielle Inhalte mit Kopierschutz gewährleistet werden kann.

Außerdem hieß es im Dezember von Gutmann, dass eine durch den DRM-Schutz durchgesetzte Reduzierung der Ausgabequalität geschützter Inhalte, im Fall des Falles auch für alle anderen Medieninhalte gelten würde, wenn diese zeitlich mit den DRM-Daten abgespielt werden sollen. Die Redmonder weisen dies nun entschieden von sich und geben an, dass nur die jeweiligen DRM-Inhalte betroffen sein sollen und nicht der ganze Desktop.

Auch auf die von Gutmann bemängelten möglichen Probleme mit Hardware-Treibern, die seinen Angaben zufolge bereits aufgrund von Umwelteinflüssen ihre Funktion verweigern könnten, geht Microsoft ein. Die von dem Unternehmen selbst formulierten Fragen und natürlich auch die dazugehörigen Antworten lassen sich im Windows Vista Blog einsehen.
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"In etlichen weiteren Fragen und Antworten geht Microsoft auf die von Gutmann gemachten Aussagen mehr oder weniger direkt ein. Die Postings der Leser im Vista-Blog lassen allerdings darauf schließen, dass ein großer Teil von ihnen nach der Lektüre keineswegs beruhigt ist." quelle: golem.de ich finde das hätte man auch dazuschreiben sollen...
 
@darkstar85: ya doch.. des hätt man mit dazu sagen könne.. und irgendwie ließt es sich eher als eine ausrede von microsoft.. als eine Regelrechte stellungsnahme.. hmm.. mal schaun was kommt wenns kommt.
 
@dergünny: Warum Ausrede? Ist doch eine Stellungnahme. Nur der eine sieht es halt als Ausrede an und der andere (Rest) nicht :-)
 
Kauft einfach dieses DRM verseuchte Zeug nicht. Schon ist dieses Thema zu vernachlässigen. Hatte auch mal gesagt das es kaum DRM freie Musik gibt, aber ich wurde eines besseren belehrt. Einfach im Netz suchen und man findet was.
 
@bigoesi: DRM sind nicht nur die Dateien die man erwerben kann, es ist ein ganzes Rechte Management, wenn die Industrie auf die Idee kommt das MP3 illegal sind könnten sie durch die Integrierung im System das Abspielen solcher Dateien verbieten, bzw. die Dateien auf deiner Festplatte löschen, so das man nur noch abgesegnete "gute" Formate nutzen kann (WMA, WMV, DOCX, XPS usw.)


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