Microsoft macht illegal aktivierte Vista-Finals nutzlos

Windows Vista Seit Wochen kursieren illegale Kopien von Windows Vista und Office 2007 im Internet. Nun hat Microsoft ein Update veröffentlicht, dass erkennen soll, ob versucht wird, das Aktivierungssystem zu umgehen, indem Dateien der finalen Ausgabe mit Dateien aus Beta-Versionen vermischt werden. Nach Angaben des Unternehmens ist eine solche Version in einigen Ländern bereits auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Auch die über diverse Filesharing-Netzwerke verfügbaren Final-Versionen von Windows Vista werden häufig auf diese Weise lauffähig gemacht, allerdings nur bis Mitte 2007.

Wird eine solche "verlängerte" Version von Windows Vista erkannt, informiert Microsoft den Anwender und gibt 30 Tage zeit, um die Software rechtmäßig zu aktivieren. Danach wird der Funktionsumfang des Betriebssystem reduziert, so dass letztenendes nur noch der Internet Explorer nutzbar ist.

Microsoft will auf diese Weise deutlich machen, dass die illegale Nutzung von Windows Vista Konsequenzen hat. Ausserdem will man die Anwender dazu bewegen, nicht auf unrechtmäßig kopierte Versionen zurückzugreifen, wie sie zum Beispiel in Brasilien erworben werden können.

Zusätzlich wiederholten die Redmonder ihre Ankündigung, an ihrem bereits im Oktober angekündigten strengen Vorgehen gegen illegale Kopien festzuhalten. Es soll regelmäßige Kontrollen der Lizenzschlüssel geben und auch mögliche Veränderungen der Systemdateien sollen genau überwacht werden.

Produktschlüssel, die illegal verbreitet werden, sollen geblockt werden, wodurch Systeme, auf denen sie genutzt werden, ihre Aktivierung einbüßen. Wie üblich hat der Nutzer dann 30 Tage Zeit, einen legalen Key zu erwerben. Ob die Installation des neuen Updates auf Wunsch des Benutzers verhindert werden kann, ist nicht bekannt.

Sollten darüber hinaus neue Möglichkeiten auftauchen, die Aktivierung von Windows Vista zu umschiffen, soll umgehend reagiert werden. Es dürfte also noch einige Überraschungen geben, wenn das neue Betriebssystem ab Ende Januar auch für Endverbraucher erhältlich sein wird. Ein Wettlauf zwischen Crackern und Microsoft ist quasi unausweichlich.

Auch die seit kurzem erhältlichen speziellen Versionen von Windows Vista Business, die mit einem gefälschten Key Management Server daherkommen, mit dem die Aktivierung der Business-Versionen des neuen Betriebssystems umgangen werden kann, sollen in Kürze durch ein spezielles Update untauglich gemacht werden.
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