Mindestens 10 LCD-Hersteller unter Kartellverdacht

Hardware Wie wir bereits mehrfach berichteten, ermitteln derzeit Wettbewerbshüter in aller Welt gegen einige Hersteller von Panels für Flüssigkristall-Displays (LCD). Die Behörden vermuten Preisabsprachen und die Bildung eines internationalen Kartells, mit dem die Preise künstlich hoch gehalten werden sollen. Nun wird allmählich das gesamte Ausmaß der Ermittlungen deutlich. Die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun berichtet unter Berufung auf Quellen aus der Industrie, dass mindestens 10 Unternehmen von den Ermittlungen betroffen sind. Darunter auch die Marktführer in diesem Bereich. Sowohl in Europa, den USA, Japan und Südkorea wird derzeit angeblich ermittelt.

In Südkorea und Japan vermuten die Behörden, dass die Unternehmen geheime Absprachen getroffen haben, um die Preise ihrer Produkte zu manipulieren, wodurch man gegen Anti-Monopol-Gesetze verstoßen würde. In den USA hat das Justizministerium deshalb bereits Vorladungen verschickt und in Europa wurden von der EU-Kommission Unterlagen angefordert.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich nach Angaben des Yomiuri Shimbun um Sharp, Seiko Epson, Toshiba Matsushita Display Technology, NEC LCD Technologies, Hitachi Displays, Samsung Electronics, LG.Philips LCD, AU Optronics und ein Joint-Venture von Hitachi, Toshiba und Matsushita Electric Industrial namens IPS Alpha. Ein weiterer Hersteller wird ebenfalls verdächtigt, wurde aber nicht näher genannt.

Sollten sich die Vermutungen der Behörden bestätigen, werden in allen ermittelnden Ländern unabhängig voneinander Strafen verhängt. Dabei wird man wahrscheinlich die Stückzahl der abgesetzten Displays berücksichtigen, um die Höhe und den Umfang der Strafmaßnahmen festzulegen. Man rechnet mit Geldstrafen in Höhe von bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Unternehmen.

Als internationales Kartell gilt ein geheimer Zusammenschluss von mindestens zwei Unternehmen, bei dem die Vertriebspreise und Produktionszahlen miteinander abgesprochen werden, um sinkende Preise durch Wettbewerb zu verhindern. Experten gehen davon aus, dass die Ermittlungen bis zu vier Jahre dauern könnten, bevor man auf echte Beweise stößt.

Im US-Bundesstaat Florida wurde unterdessen bereits von einem Endverbraucher Klage gegen LG.Philips LCD eingereicht. Das Verfahren könnte zu einer Sammelklage anwachsen. Dabei geht es um die Zahlung überhöhter Preise als Folge der Absprachen unter den LCD-Herstellern.
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