"Killer-Spiele" beeinflussen Hirnfunktion von Kindern

PC-Spiele Die Radiological Society of North America (RSNA) hat gestern eine Studie vorgestellt, die nahelegt, dass Computerspiele in denen Gewalt zu sehen ist, andere Effekte auf das Gehirn von Kindern hat, als Titel in denen keine gewalttätigen Szenen vorkommen.

Angeblich stieg die Hirnaktivität in den Regionen, die Gefühle verarbeiten, während sie in den Bereichen nachließ, die für Selbstkontrolle, Aufmerksamkeit und Konzentration zuständig sind. Die Erkenntnisse der Verfasser der Studie dürften die aktuelle Debatte zu den sogenannten "Killer-Spielen" neu anheizen.

Während der Durchführung der Untersuchung wurden 44 amerikanische Teenager gebeten, für 30 Minuten ein Spiel zu nutzen. Dazu wählte man Medal of Honor: Frontline als Beispiel für Titel, denen Gewalt dargestellt wird, während als gewaltfreies Spiel Need for Speed: Unterground ausgesucht wurde.

Nach Ablauf der Spielzeit wurden Magnetresonanztomographien (MRT) durchgeführt, während die Testpersonen einige Aufgaben erledigen sollten, die für Aktivität im Gehirn sorgen. Die Reaktionszeit der Kandidaten beider Gruppen unterschied sich nicht, doch die Funktion des Gehirns war deutlich verschieden.

Bei Aufgaben, für die Konzentration und die Verarbeitung von Emotionen nötig sind, zeigten die MRTs bei den Nutzern der Spiele mit Gewaltszenen deutlich andere Reaktionen als die der Spiel der "harmlosen" Titel. Die Auswirkungen waren jedoch nur von kurzer Dauer und sind offenbar auf die Nutzung des Spiels zurückzuführen, so die Autoren der Studie.

In zusätzlichen Untersuchungen soll nun geklärt werden, ob es auch langfristige Auswirkungen geben kann. Ausserdem will man herausfinden, was die unterschiedlichen Reaktionen auslöst.
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Quelle? Interessant wäre noch die Konsequenz (z.B. im Handeln) dieser unterschiedlichen Hirnaktivitäten.
 
@jotwee: Verhaftet die Wissenschaftler, die lassen Kinder Killerspiele zocken, oder gibt es in U$A keine altersbeschrenkung?
 
Gewaltbehaftete Computerspiele machen aggressiv! Iwan Pawlow nannte das Konditionierung: Vertieft man sich zu sehr in eine virtuelle Welt und wird man durch das besondere Interesse an dieser zusätzlich geprägt, speichert das Gehirn diese "positiven" (auf das Gemüt bezogenen) Informationen und den Bezug zu diesem in der virtuellen Welt. Es ist der Person zwar nicht bewusst (wie bei einer Alkoholsucht / Nikotinsucht), jedoch behält das Unterbewusstsein diese Informationen. Wird nun durch eine reale Aktion dieses im Unterbewusstsein befindliche Verhaltensmuster aktiviert, reagiert die Person so wie in der virtuellen Welt, hart gesprochen: die Person ballert durch die Gegend wenn sie eine Waffe in die Hand bekommt. Das Ganze beruht auf Reiz > Reizeffekt/folge, klassische Psychologie. Diese These braucht keiner mehr beweisen, das wurde schon zu oft bewiesen. Bei manchen Menschen (normale Menschen) wirkt sich diese Konditionierung meist nicht aus, da keine Gründe/Reize vorhanden sind. Sind Personen jedoch psychisch belastet oder labil, kann das, wie die Vergangenheit zeigt, fatal enden.
 
ich denke, dass jedes genre die hirnfunktion beeinflusst. ob strategie, ob ego-shooter, ob advanture, ob tetris, etc.! im grunde beeinflussen alle.
 
@kabuko: Hat man auch nicht bei Splatterfilmen und Horrormovies das festegestellt?


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