Microsoft und Mozilla streiten um Anti-Phishing-Krone

Software Dass Microsoft die Konkurrenz des freien Mozilla-Projekts ernst nimmt, hat das Unternehmen bereits mit der Einladung der Firefox-Entwickler nach Redmond für die Arbeit an der Anpassung des Browsers für das neue Betriebssystem Windows Vista bewiesen. Nun entwickelt sich ein neuer Wettstreit zwischen den beiden Firmen.

Vor einigen Wochen veröffentliche Microsoft eine Studie, die besagte, dass der neue Internet Explorer 7 am effektivsten vor Phishing-Versuchen im weltweiten Netz schützt. Jetzt hat Mozilla die Ergebnisse einer ähnlichen Studie bekannt gegeben, die jedoch den freien Browser Firefox beim Phishing-Schutz vorne sieht.

In den von Mozilla beauftragten Tests blockte Firefox 820 von insgesamt 1040 Phishing-Webseiten ab, ohne dabei für die Überprüfung der Seiten auf das Internet zuzugreifen. Wurde die Internet-Verbindung zur Prüfung von Seiten genutzt, konnten sogar 848 Phishing-Versuche abgewehrt werden.

Der Internet Explorer 7 konnte hingegen nur 690 Phishing-Seiten blocken, wobei Kontakt zu Microsofts Servern aufgenommen werden musste, weil der Browser nicht über eine lokale Blockliste verfügt. Für die Tests wurden Beispiele verwendet, die aus einer offenen Datenbank stammen, welche von ihren Nutzern mit Informationen gefüllt wird.

Mozilla bezeichnet den eigenen Phishing-Filter nun als "effektiver" als beim Konkurrenzprodukt von Microsoft. Die neue Sicherheitschefin Window Snyder, die zuvor in Redmond tätig war, sagte gegenüber verschiedenen Medien, dass der von Microsoft zitierte Test wenig aussagekräftig sei, da nur sehr wenige Beispielseiten verwendet wurden.

Microsoft selbst gibt sich mit den Ergebnissen der Mozilla-Studie offenbar nicht zufrieden und kündigte an, den Phishing-Filter des Internet Explorer 7 weiter verbessern zu wollen. Um seine Bemühungen zu untermauern nannte das Unternehmen konkrete Zahlen. Innerhalb von rund zwei Wochen habe man die Eingabe von persönlichen Daten auf Phishing-Seiten über 1,2 Millionen Mal verhindern können.

In ihren Weblogs kritisieren einige Microsoft-Mitarbeiter das Konzept der Mozilla-Studie. So habe man mögliche Fehlerkennungen nicht eingerechnet. Dadurch könne es zu einer Verfälschung der Testergebnisse gekommen sein, weshalb die Ergebnisse wertlos sein könnten. Wie der Streit um die Phishing-Krone weitergehen wird, bleibt abzuwarten.
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