AMD verkauft alte Produktionsanlagen nach Russland

Wirtschaft & Firmen Im Rahmen der Modernisierung der Dresdener Produktionsanlagen verkauft der Chiphersteller AMD seine alten, nicht mehr benötigten Anlagen jetzt nach Russland an das Unternehmen Angstrem. Das berichtet heute eine russische Zeitung. Angstrem stellt seit Jahren verschiedene Mikroprozessoren her und will jetzt die Fertigung im 130-nm-Verfahren nutzen, um pro Jahr rund 12 Millionen Chips herzustellen. Dabei handelt es sich inzwischen um eine überholte Technologie - die Athlon XP Modelle von AMD wurden in diesem Verfahren gefertigt. Branchenkenner gehen davon aus, dass Angstrem zwischen 250 und 300 Millionen US-Dollar für die Produktionsanlagen zahlen muss.

Anschließend sollen die Anlagen in Selenograd bei Moskau aufgebaut werden. Dort hat auch der Konzern Sitronics Micron seinen Sitz, der für 120 Millionen US-Dollar eine französische Mikrochip-Fertigung gekauft hat. Eine offizielle Bestätigung des Zeitungsartikels seitens der beiden Unternehmen fehlt bislang.
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