EU-Kommission durchsucht deutsche Samsung-Büros

Hardware Samsungs Halbleitergeschäft steht derzeit unter Beobachtung der Europäischen Kommission, weil die Wettbewerbshüter Preisabsprachen unter den Herstellern von SRAM-Modulen vermuten. Im Rahmen der Untersuchungen wurden am 11. Oktober auch die deutschen Büros des Unternehmens durchsucht. Man sei zur Kooperation mit den Ermittlern bereit, hieß es ausserdem. Bisher sei man noch nicht gebeten worden, bestimmte Dokumente an die EU-Kommission zu übergeben. Die EU hatte ihren Besuch nicht vorab angekündigt, aber gab gestern bekannt, dass man die Niederlassungen mehrerer Hersteller besucht habe.

Die Kommission geht davon aus, dass die Firmen untereinander Preisabsprachen getroffen haben. Auch das deutsche Kartellamt war an den Durchsuchungen beteiligt. Derartige Aktionen sind Teil der Vorbereitungen von Untersuchungen von Firmen, die im Verdacht stehen, Wettbewerbsverzerrung betrieben zu haben, hieß es bei der EU.

Auch die US-Behörden ermitteln derzeit gegen die Hersteller von SRAM-Modulen. Neben Samsung sind auch Sony, Cypress, Toshiba und Mitsubishi betroffen. SRAM wird oft als schneller Datenspeicher mit direkter Anbindung an den Prozessor verwendet. Die Module bilden bei modernen CPUs den sogenannten Level1-, Level2- und Level3-Cache.
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