Vista: Verbotsklage wird erst Ende 2007 verhandelt

Windows Vista Als Symantec im Mai in den USA eine Klage gegen Microsoft einreichte, um die Entwicklung von Windows Vista zu stoppen und Schadenersatzforderungen durchzusetzen, war der Streit der beiden Unternehmen um das neuen Betriebssystem Windows Vista schon fast zwei Jahre alt. Wie jetzt bekannt wurde, wird das eigentliche Verfahren erst Ende 2007 beginnen, fast ein Jahr nachdem Vista auf den Markt kommt. Bisher wurden nur die Rahmenbedinungen geklärt. Unter anderem konnte man sich erst vor kurzen auf einen unabhängigen Experten einigen, der das Gericht bei seiner Arbeit beraten soll.

Symantecs unterstellt Microsoft, Patente die Speichertechnologien betreffen unrechtmäßig bei Vista und anderen Produkten einzusetzen. Das Unternehmen hatte die Patente im Rahmen der Übernahme der Firma Veritas erworben. Unter anderem sind auch Windows XP und Windows Server 2003 betroffen.

Konkret geht es um ein Abkommen von 1996 in dem festgelegt wurde, dass Microsoft die Laufwerksverwaltung von Veritas Software in seinen Produkten verwenden darf. Veritas wurde inzwischen von Symantec übernommen, die Aquisition wurde erst im letzten Jahr vollständig abgeschlossen.

Symantec behauptet nun, dass Microsoft die Technologien von Veritas missbräuchlich einsetzt und geht sogar soweit zu unterstellen, dass die Redmonder die US-Patentbehörde dazu gebracht hätte, Microsoft Patente zu erteilen, die auf Symantecs geistigem Eigentum basieren. Auch Teile von Windows Vista und "Longhorn" Server sollen die missbrauchte Software verwenden.

Microsoft geht seinerseits davon aus, dass man die Rechte für die Verwendung der Technologie von Veritas rechtmässig erworben hat. Die Ansprüche von Symantec hätten keine Grundlage, da man die Rechte für alle relevanten Technologien bereits 2004 erworben habe.

Laut Symantec sei es jedoch Teil der Verträge von 1996, dass Microsoft keine Produkte entwickle, die in Konkurrenz zu Veritas' Software stehen würden. Mit Windows Vista sei jedoch genau dies der Fall, hieß es. Der Software-Hersteller gibt an, dass Microsofts Kauf der Rechte ein Versuch gewesen sei, die unrechtmässige Verwendung zu rechtfertigen.
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