Vista: Symantec fordert von Microsoft Innovationen
Seit einiger Zeit tobt zwischen Microsoft und seinen langjährigen Partnern aus der IT-Sicherheitsbranche ein erbitterter Streit um die neuen Sicherheitsfunktionen in Windows Vista. Nachdem Microsofts Sicherheits-Chef Ben Fathi in der vergangenen Woche mehr Innovationen von den Unternehmen gefordert hatte, drehen diese nun den Spieß um.
Fathi hatte in einem Interview von Symantec und McAfee gefordert, auf Basis von Windows Vista neue Innovationen zu schaffen, nachdem die beiden Unternehmen Microsoft vorgeworfen hatten, ihre Arbeit absichtlich behindern zu wollen. Er sagte, die Firmen würden nur versuchen ihre bisherigen Umsatzquellen zu sichern, statt durch Innovationen neue zu erschließen.
Seitens Symantec, dem Hersteller der Produkte der Norton-Reihe, heißt es nun, dass man in Sachen Innovation die gleichen Ziele verfolge, aber eben auf entgegengesetzte Art und Weise. Wenn es um den beanstandeten Kernelschutz geht, so Symantec, sei Microsoft selbst zu Innovationen gezwungen, da dieser sogenannte "PatchGuard" angeblich bereits gehackt wurde.
Dabei bezieht sich das Unternehmen auf eine Präsentation einer Hackerin, die auf einer Konferenz gezeigt hatte, wie sich PatchGuard mit großem Aufwand und durch die Ausnutzung vorhandener Admin-Rechte umgehen lässt. Microsoft hatte damals angegeben, dass dies kein realistisches Angriffsszenario darstellt, aber die Möglichkeit das System auf diesem Wege zu kompromittieren eingeräumt.
Durch den angeblichen Hack sei Microsoft nun gezwungen, ein Update für PatchGuard auszuliefern, das den Angriff unmöglich macht. Dies sei jedoch der 'alte' Weg Fehler zu beseitigen. Durch die Sperrung des Systemkerns für den Zugriff durch die laut Symantec modernsten Methoden um Schad-Software aufzuspüren, werde die Sicherheitsindustrie um Jahre zurückgeworfen, hieß es weiter.
Symantec fordert von Microsoft nun eine Öffnung des Systems für zertifizierte Partner. Auf diese Weise könnten annerkannte Sicherheitsunternehmen weiterhin innovative Technologien zum Schutz des Computers einführen, ohne dass das der Sinn des Kernelschutzes verloren geht. Man sei genau wie Microsoft für ein sichereres Betriebssystem. Dafür müsse der Software-Konzern jedoch auch die entsprechenden Möglichkeiten bieten, so Symantec.
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