'100-Dollar-Laptop': Keine AntiVirus-Software nötig?

Hardware Am Massachussetts Institute of Technology (MIT) arbeitet man seit Jahren an einem Laptop-Computer, der Millionen Menschen und vor allem Kindern in Entwicklungsländern den Einstieg in das Informationszeitalter ermöglichen soll. Wie nun bekannt wurde, soll der sogenannte "100-Dollar-Laptop" auch in Sachen Sicherheit neue Maßstäbe setzen. Vor allem die Kosten spielen bei der Entwicklung des Geräts, das mittlerweile den Namen "2B1" trägt, eine große Rolle, doch auch die Sicherheit ist nach Angaben der Erfinder von größter Wichtigkeit, da der günstige Computer durch seine große Verbreitung in Zukunft ein beliebtes Ziel für Angreifer aus dem Internet darstellen wird.

In den nächsten Jahren soll das Gerät bereits über sieben Millionen Mal hergestellt und in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Nigeria und Thailand zum Einsatz kommen. Da der "100-Dollar-Laptop" von Grund auf neu entwickelt wurde, werden auch neue Sicherheitskonzepte integriert, die gegenüber aktueller Software für den Schutz von normalen PCs überlegen sein sollen.

Derzeit testet man die Maßnahmen noch in Zusammenarbeit mit unabhängigen Sicherheitsexperten. Insgesamt soll der Laptop von Haus aus so sicher sein, dass keine AntiVirus-Software installiert werden muss. Um dies zu ermöglichen, werden Programme nicht wie üblich ausgeführt, sondern laufen nur in einem geschlossenen System.

Selbst wenn die Sicherheitsfunktionen des 2B1 versagen, kann ein Angreifer nach Angaben der Entwickler nicht auf das BIOS des Geräts zugreifen. Da dieses durch eine Verschlüsselung geschützt wird, soll es nicht zu überschreiben sein. Dennoch behaupten die Erfinder des "100-Dollar-Laptops nicht, dass ihr Produkt vollkommen sicher ist.

Dennoch will man möglichst viel für die Sicherheit der Daten des Anwenders tun. Besonders die Verknüpfung der Laptops untereinander über ein Drahtlosnetzwerk stellt eine Sicherheitsbedrohung dar. Um den Verlust von Daten selbst nach einem erfolgreichen Hackangriff zu kompensieren, werden die Informationen zusätzlich auf einem Server abgelegt, so dass sie jederzeit abgerufen werden können.

Dem MIT zufolge wird auch eine Abschaltung der Schutzfunktionen durch den eigentlichen Besitzer des Geräts möglich sein. Damit will man den Kindern, denen das Geräte zu Lernzwecken zur Verfügung steht, die Möglichkeit geben zu erfahren, wie ihr Rechner eigentlich funktioniert.
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