Microsofts Haus der Zukunft: Display-Tapete & RFID
Microsoft schuf im Jahr 1994 mit seinem "Haus der Zukunft" ein Gebäude, in dem aktuelle Technologien demonstriert werden, die das Leben einfacher und angenehmer machen sollen. Vor kurzem wurde die im Haus verbaute Technik, wie nach einigen Jahren üblich, auf den neuesten Stand gebracht.
Nach dem letzten Umbau ist nun kein einziger Desktop- oder Laptop-Computer mehr zu finden. Stattdessen geht man bei Microsoft davon aus, dass LCD- und OLED-Bildschirme in einigen Jahren so billig sind, dass sie überall im Haus angebracht werden können und so den Zugriff auf den PC ermöglichen.
Durch die Vernetzung des Computers mit zusätzlichen Geräten wie Tablet PC, UMPC und Mobiltelefon können die verschiedenen Funktionen der Haustechnik mobil gesteuert werden. So informiert das Handy zum Beispiel darüber, wie lange es noch bis zum Eintreffen des mit GPS ausgerüsteten Wagens des Postzustellers dauert. Über RFID-Chips in Briefumschlägen, kann man sich sogar vorab informieren lassen, welchen Inhalt die Post hat.

Überall im Haus sind berührungsempfindliche Displays in die Wände eingelassen, die verschiedenste Informationen und Möglichkeiten bieten. Auch die Verwendung von RFID-Chips spielt eine wichtige Rolle. Microsoft geht davon aus, dass diese immer mehr Einzug in das tägliche Leben halten werden, da man sie mit entsprechenden Kartuschen auch mit Hilfe des heimischen Tintenstrahldruckers erstellen kann.
Die einzelnen Geräte im Haus sind über drahtlose und drahtgebundene Netzwerke verbunden. Die bedeutendste Rolle bei der Verknüpfung der Systeme spielt jedoch das IP-basierte Netzwerk, bei dem man selbst entwickelte Protokolle nutzt. Der Redmonder Software-Konzern verbaut nicht nur eigene Produkte. In der aktualisierten Version des Hauses wird zum Beispiel eine Tapete verwendet, die gleichzeitig eine Art riesiges Display ist.
Microsoft hat mit dem "Haus der Zukunft" in der Vergangenheit mehrfach neue Konzepte geschaffen und demonstriert, die einige Jahre später den Weg in viele Haushalte geschafft haben. So war im Jahr 2000 ein Vorläufer der Windows XP Media Center Edition zu sehen und im selben Jahr verbannte man Röhrenmonitore aus dem Haus, was damals für Aufsehen sorgte, heute aber alltäglich ist.
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