Filesharing-Service Morpheus steht vor dem Aus

Internet & Webdienste Nachdem vor kurzem bereits der Betreiber des eDonkey-Filesharing-Netzes aufgeben musste und mit Grokster, WinMX und BearShare bereits vor einiger Zeit die Konkurrenz vom Netz ging, gab es inzwischen nur noch drei Filesharing-Anbieter, die in den USA ihren Sitz haben.

Mit dem heutigen Tag dürfte sich deren Zahl auf zwei reduzieren, denn ein US-Bundesrichter hat geurteilt, dass StreamCast Networks mit seinem Filesharing-Tool Morpheus zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte anstiftet. Damit geht einer der längsten Rechtsstreits zwischen der Musik- & Filmindustrie und einem Filesharing-Anbieter zu Ende - das Verfahren begann bereits 2001.

Der Betreiber von Morpheus will nach eigenen Angaben eine Berufung prüfen, da man der Auffassung ist, dass es auch legale Einsatzmöglichkeiten für das Produkt gibt. Die gleiche Argumentation hatten auch die Konkurrenzunternehmen angeführt, waren damit aber gescheitert, als der Oberste Gerichtshof im Fall Grokster gegen MGM feststellte, dass dies keine Rolle spiele.
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hat das überhaupt noch jemand richtig genutzt ? kenne keinen mehr :)
 
MMh, laut dem Urteil des obersten Gerichtshofes spielt es also keine Rolle, ob man mit einem Tool auch legale Files sharen kann? Ich kapiere nicht, was dieses Urteil soll. Dann müssten sämtliche Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens verboten werden. Ich versteh wirklich nicht, wieso nicht einfach eine aktive Kontrolle auf der Provider-Seite gefordert wird - klar, dann würde Verschlüsselung aktiviert werden, aber in den USA sind verschlüsselte Übertragungen teilweise auch verboten.
 
Ein jämmerliches Urteil, in dem die Musikindustrie in Gedanken versinkt, das Filesharing Schuld am schlechten Absatz ist und gar nicht auf die Idee kommt, das es an den überhöhten Preisen, der miesen Qualität der Künstler oder dem DRM verseuchten WMA Dreck in ihren Downloadangeboten liegen könnte.
 
@TobWen: Das erinnert an die Schule. Wenn jemand etwas anonym missbraucht: Kollektivstrafe. Alle leiden für einen. Und so wird das auch mit Filesharing laufen. Ein Unternehmen/Software/Server nach dem anderen wird weggeklagt werden, bis es nur noch vereinzelte Angebote gibt, von denen keiner richtig bescheid weiß und man immer wieder wechseln muss. Die USA werden kein Einzelfall bleiben. Hoffentlich werden die Leitungen bis dahin billiger, so das Filesharing nicht mehr nötig ist. Dann wird es natürlich auch keine Rechtfertigung mehr geben.
 
@Tinko Glaubst du wirklich die kriegen den Hals mal voll? Für ein normales Album zwischen 16 und 20 €, für lausige 12 Titel oder weniger. Oder 1,99€ für ein DRM verseuchtes Stück, das mir vorschreibt, wie oft ich Dateien brennen darf und wenn mein System nicht mehr abspielt und ich die Lizenzen nicht gesichert habe ist alles für die Katz. Glaub mir manche Sachen ändern sich nie zum Positiven. Schon gar nicht zu Zeiten des kapitalismus.


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