Vista: Terminverschiebung durch Europäische Union?

Windows Vista Das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft könnte später kommen als erwartet, zumindest in Europa. Ursprünglich hat der Redmonder Konzern vorgesehen, Windows Vista im November 2006 für Geschäftskunden zugänglich zu machen und im Januar 2007 für Privatanwender.

Das Wall Street Journal zitiert in der aktuellen Ausgabe einen Microsoft-Sprecher, der Bedenken zur Markteinführung in Europa äußert. Demnach wartet man in Redmond derzeit eine Antwort aus Brüssel ab. Diese soll klären, ob die Europäische Kommission Einwände hat, was das neue Betriebssystem angeht. Angeblich sollen sich diverse Konkurrenten von Microsoft an dieses Gremium gewand haben. Sollte dies der Fall sein, so müsste der Konzern noch einige Arbeitsstunden in sein Produkt stecken und die europäischen Länder würden später in den Genuss von Windows Vista kommen.

Innerhalb der letzten 15 Monate hat Microsoft die Europäische Kommission mit umfangreichen Dokumentationen versorgt, so dass Bedenken sofort geäußert und behoben werden können. Kürzlich wurde der Redmonder Konzern zu einer hohen Millionenstrafe verurteilt, da man die Forderungen der Eurpäischen Kommission nicht zufriedenstellend erfüllt hat. Außerdem musste eine Windows XP Version angeboten werden, die ohne den Windows Media Player daher kommt.
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Ich hoffe, dass Microsoft alle "Auflagen" erfüllt hat - jedenfalls die, für die sie schonmal Strafe zahlen mussten. Ich hoffe nur, dass die IT-Profis dranlassen, die sich mit mehr als Linux beschäftigen, sonst könnte es ganz böse enden. Falls die den Otto-Normal-Politiker dransetzen, kein Kommentar. Ich frage mich, wieso MacOS immer mehr Zeugs reinpacken darf. Nur weil es nicht so weit verbreitet ist? Bei Apple ist es sogar noch schlimmer, da Macs NUR mit MacOS vertrieben wird und so gar keine Möglichkeit geboten wird, vom OEM (den es ja eigentlich gar nicht gibt) Linux raufzupacken.
 
@TobWen: Ich glaube genau das ist idas Problem. Windows ist Nr.1 der Betriebssysteme (was Verbreitung angeht) und da sind solche Sachen wie der MediaPlayer etc halt gravierender, da andere Hersteller um ihre existenz fürchten. Wenn MacOS etwas in sein Paacket packt ist das doch völlig wurscht, interessiert kaum jemanden weil die Anzahl der MacOS User deutlich geringer ist. Das bedeutet da hat es kaum Auswirkungen auf den Markt. Und somit kaum Reaktionen
 
@TobWen: Mal ab von den Aussagen mancher Politiker, die häufig webig bis gar kein Hintergrundwissen vermuten lassen, solltest du wissen, dass solche Prüfungen grundsätzlich an Arbeits-/Themengruppen übergeben werden. Ob deren Empfehlung dann auch genutzt wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Übrigens: Der Apple-Vergleich zieht auch nach x-maliger Wiederholung *nicht*. MS ist in die Schußlinie geraten, weil sie eine gänzlich andere Marktmacht haben, als Apple. Apple kann also tatsächlich exakt das gleiche machen, wie MS, *ohne* dafür vor Gericht zu landen, MS hingegen nicht.
 
@DonElTomato, @LostSoul: Es ist zwar korrekt, dass Microsoft die Marktmacht hat, aber sie bedient nur den Softwaresektor und nicht den Hardwaresektor. Ich stelle die Behauptung auf, dass Apple eine viel größere Marktmacht hat, da sie Soft- und Hardware beherrschen. Ferner hat Apple die teureren Produktionszweige inne: Musik- und Filmproduktion, Grafik- und Werbedesign und halt dann noch iTunes und iPod. Der Umsatz, der mit Apple-Produkten gemacht wird, ist in meinen Augen relativ höher, als der von PC-Produkten.
 
@TobWen: Ich glaub du übersiehst den Unterschied, dass Apple ein komplettes Paket aus OS + Rechner liefert, während MS nur das OS anbietet. Die EU würde bestimmt nicht schreien, wenn es einen "Microsoft PC" mit vorinstalliertem Mediaplayer, Internet Explorer, Messanger etc. gäbe. Andere Hersteller liefern ja auch bspw. ein vorinstalliertes iTunes für Windows mit, oder den Firefox.


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